Aktuelles

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Erlebnispädagogisches Projekt

PM | 01.11.2016

Mit den Teilnehmern der Berufsausbildung führte das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. auch in diesem Jahr sein erlebnispädagogisches Projekt durch. Gefördert wurde dieses vom Landkreis Leipzig als Kleinprojekt.


Foto: privat

Eine Woche vor Start erfolgte die Auftaktveranstaltung, bei der die Teilnehmer nicht nur sich sondern auch die verantwortlichen Sozialpädagogen gegenseitig besser und bereichsübergreifend kennen lernten. Gemeinsam wurden getreu dem Motto „Wir sitzen alle in einem Boot“ in Gruppenarbeit die Ziele und Schwerpunkte sowie die Regeln der Fahrt abgesteckt.

 

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In den Herbstferien war es dann soweit und alle verbrachten gemeinsam 4 abwechslungsreiche Tage im Bungalowdorf Olganitz. Trotz des kühlen, herbstlichen Wetters ließen sich die Teilnehmer nicht entmutigen und zeigten viel Freude an den verschiedenen erlebnispädagogischen Aktivitäten. Dazu zählen u.a.:

Ø  eine GPS-Wanderung durch den Wald

Ø  gemeinsames Überwinden eines Slaglineparcours und Durchqueren eines Spinnennetzes

Ø  das Bauen und Ausprobieren von zwei Flößen

Ø  Kreativität beim Space-Painting

Ø  zahlreiche Interaktionen

Ø  ein gemütlicher Spielenachmittag, bei dem die Teilnehmer längst vergessene Erinnerungen zurück gewinnen konnten

Im Anschluss wurde in einer Abschlussveranstaltung das Erlebte und Gelernte ausgewertet. Mit Erfolg nahmen alle Jugendlichen an den Projekttagen teil und erhielten eine Urkunde sowie einen USB-Stick mit Erinnerungsfotos.

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Nachwuchs-Werbung: Firmen setzen auf Kontakte zu Schulen

LVZ | 28.10.2016

Colditzer Wirtschaftsstammtisch diskutiert über Erfahrungen mit Aktionstagen/ Nächstes Treffen für Anfang 2017 geplant

colditz. Dem Thema „Wie gewinne ich künftige Auszubildende“ widmete sich am Mittwochabend der regionale Wirtschaftsstammtisch in der Sophienschule. Ziel war es, Firmen und potenziellen Nachwuchs stärker zu vernetzen.

Conny Schicketanz, Praxisberaterin an der Colditzer Bildungsstätte, stellte Möglichkeiten vor, wie Unternehmen mit Schülern der Region in Kontakt kommen können. Im Jahresplan 2017 der Sophienschule fest verankert seien Termine wie die Woche der offenen Unternehmen „Schau rein“ vom 13. bis 18. März, der Girls- und Boys Day am 27. April sowie der Aktionstag „Genialsozial“ am 20. Juni. Schicketanz will Unternehmen bei der Anmeldung dafür helfen.

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Schulsozialarbeiterin Christin Gruhle wertete vor den Unternehmern, Lehrern, Elternräten und Gästen des Stammtischs die diesjährigen Colditzer Schul-Skills aus. Sowohl Schüler als auch die beteiligten 23 Unternehmen hätten das Format mit rund 90 Prozent als gut bis sehr gut bewertet. Elke Zerfeld, vom Regionalbauernverband berichtete, dass im Nachgang vier Schüler einen Praktikumsplatz im Bereich der Landwirtschaft konkret angefragt haben. Dass sich langfristiges Engagement lohnt, betätigte Kerstin Böhme-Voigt vom gleichnamigen Raumausstatter, die ihren jetzigen Lehrling über die ersten Schul-Skills und bei einem späterem Praktikum kennengelernt habe. Zur Nachhaltigkeit wurden die Kompetenzbögen der Schüler in deren Berufswahlpässe eingepflegt. Unternehmen, die einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellen wollen, werden in die schulinterne Datenbank aufgenommen.

Moderator Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental stellte die Frage nach der Fortführung des Veranstaltungsformats „Wirtschaftsstammtisch“ in den Raum. CDU- Stadtverbandschef Mathias Muschter sagte, er nutze den Austausch, um Probleme der Basis in seiner Arbeit aufzugreifen. Jan Gumpert von der Bauernhof GmbH Meuselwitz regte an, sich innerhalb des Gremiums an neue Projekte zu wagen und dabei abseits von Konkurrenzdenken regionale Kreisläufe zu schließen. Um öffentlich wahrgenommen zu werden, solle ein zweimaliger Treff im Jahr beibehalten werden, so der allgemeine Tenor der Anwesenden.

Mit der europäischen Leader-Förderung für Unternehmen und verschiedenen Arbeitsintegrationsmaßnahmen für Flüchtlinge nannte Kriz zwei mögliche Themen für den nächsten Stammtisch. Er ist für Anfang 2017 vorgesehen. 

Kontakt: praxisberater.colditz@bsw-muldental.de

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Bibliothek Colditz – neue Bücher und Termine

PM Heidrich/Kriz | 20.10.2016

Im Oktober wurde begonnen, Titel der Kinderbuchreihe „Was ist was“ durch überarbeitete Neuauflagen zu ersetzen. Die Reihe umfasst mittlerweile 140 thematische  Titel, die in den nächsten Jahren vervollständigt werden.

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Ab November sollen jeweils dienstags in der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr Lesenachmittage für Kinder angeboten werden. Gesucht werden dafür Erwachsene jeden Alters und Jugendliche, die bereit sind, den Kindern Bücher vorzulesen. Kinder können vorschlagen, welche Bücher sie interessieren. Die erste Veranstaltung findet im Vorfeld des bundesweiten Vorlesetages am 15. November in der Bibliothek am Ring 6 in Colditz statt.

Terminvorschau: Sonnabend, 10. Dezember Märchenlesung von 10.00 bis 11.00 Uhr mit Kinderbuchautorin Romy Schmidt

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Colditzer Stadtbibo braucht Speisesaal als Veranstaltungsraum

LVZ F.Pfeifer | 12.10.2016

Mit neuen Angeboten will die Stadtbibliothek Colditz weiter in Schwung kommen. Doch dabei ist manche Hürde zu nehmen. Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das die Einrichtung in der Bildungs- und Begegnungsstätte (BBS) betreibt, hofft deshalb auf das Engagement der Stadt.

Colditz. Mit neuen Angeboten will die Stadtbibliothek Colditz weiter in Schwung kommen. Doch dabei ist manche Hürde zu nehmen. Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das die Einrichtung in der Bildungs- und Begegnungsstätte (BBS) betreibt, hofft deshalb auf das Engagement der Stadt.

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Lediglich 101 Nutzer sind in der Bibliothek angemeldet. Für eine Stadt mit rund 8700 Einwohnern nicht sonderlich viel, auch wenn allein in diesem Jahr 19 Entleiher hinzugewonnen werden konnten. Dem Engagement von Wolfgang Heidrich als einzig fest angestelltem Mitarbeiter neben einer Bundesfreiwilligendienstlerin und fünf Lesepaten ist es zu verdanken, dass es aufwärts geht. So wurden neue Ideen in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel beteiligte sich die Bibliothek erstmals am Lesesommer, mit dem Kinder an Literatur herangeführt werden sollen. Und für die Neucolditzer gibt sie Unterstützung beim Deutschlernen, das in der Einrichtung online am Computer angeboten wird. Die Krux: Der Vertrag für Heidrich, dessen Arbeit mit Fördermitteln vom Jobcenter finanziert wird, läuft nächstes Jahr aus. Kriz will sich um eine Fortführung der Stelle kümmern, nicht zuletzt stehen weitere Projekte an.

So soll die Zusammenarbeit mit den Schulen von Colditz intensiviert werden. Für den 18. November ist zum Beispiel ein Vorlesetag geplant. Außerdem möchte die Bibliothek an der Umsetzung des Konzepts zur integrierten Stadtentwicklung mitwirken, für die es Fördermittel über den Europäischen Sozialfonds gibt. Und sie möchte, dass der an die Bücherei angrenzende ehemalige Speiseraum der früheren Betriebsberufsschule ihr zugeschlagen wird. „Wir brauchen ihn für Veranstaltungen, um mal einen Film zeigen oder Ausstellungen bieten zu können“, sagt Kriz, der postuliert: „Uns nützt nicht eine von außen schön sanierte BBS, und im Innern passiert nichts.“ Deshalb sei eine Gesprächsrunde mit dem Stadtrat sinnvoll.

In der Tat war bisher nur die Außenhaut des Gebäudekomplexes in Schuss gebracht worden – einschließlich der Dämmung der Wände. Doch nun ist endlich auch eine Verjüngungskur für die Eingeweide vorgesehen. Auf seiner jüngsten Sitzung gab das Kommunalparlament dem Colditzer Ingenieurbüro Schlender & Heiser den Auftrag, die Planungen in die Wege zu leiten. Laut Silka Gläser vom Bauamt sollen insgesamt 1 063 000 Euro investiert werden.

Begonnen wird nach ihren Worten mit der Grundsanierung des Hauptgebäudes. Sie beinhaltete die Erneuerung der Elektroanlage, der Heizung und der sanitären Einrichtungen sowie die Instandsetzung der Räume. Der Hort im Erdgeschoss werde für die Zeit der Arbeiten in den Anbau der BBS verlagert, wo sich die Hauswirtschaftsräume der Oberschule befinden. Der erste Stock, den die Kindertagesstätte Regenbogen einnimmt, sei schon fertig. Die Vereine, die im zweiten Obergeschoss ihr Domizil haben, müssten vorübergehend ausziehen.

Nach dem Hauptgebäude ist laut Gläser im nächsten Jahr die Sporthalle dran. Dann folgt die Innensanierung des Schul- und Archivanbaus mit Bibliothek, wobei noch zu klären ist, was aus dem ehemaligen Speiseraum wird, den sich die Stadtbibliothek wünscht. Am Ende sind die Außenanlagen zu gestalten, in diesem Zuge soll die BBS einen behindertengerechten Hauptzugang erhalten.

Manfred Heinz (FDP) forderte im Stadtrat ein Nutzungskonzept für die gesamte Bildungs- und Begegnungsstätte. „Das muss der Planer kennen, bevor er loslegt“, sagte er. Gläser erwiderte, die Nutzung bleibe nach der Sanierung bestehen, wie sie jetzt ist. Der Planer wisse das.

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Colditzer Sophienschule erhält in Berlin das Berufswahl-Siegel

LVZ F. Pfeifer | 08.10.2016

Colditz. Für ihre Bemühungen um einen reibungslosen Übergang ins Arbeitsleben erhielt die Colditzer Sophienschule jetzt als eine von zwei sächsischen Bildungsstätten das Berufswahl-Siegel. Damit wurden zum einen ihre Bemühungen, den Abgängern eine Job-Orientierung zu geben, geehrt. Zum anderen bedeutet die Auszeichnung eine Verpflichtung, denn die Oberschule muss sich künftig stets aufs Neue beweisen.

Im Berliner Haus der Wirtschaft übergab Edwina Koch-Kupfer, Staatssekretärin im Bildungsministerium Sachsen-Anhalt, als Vertreterin der Kultusministerkonferenz im Beisein von Christin Gruhle, Schulsozialarbeiterin vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, die Urkunde an den Achtklässler Luis König. Zusammen präsentierten die beiden anschließend mit Eltern auf dem Markt der Möglichkeiten das Konzept und die Ergebnisse der Schul Skills, einer Kompetenzrallye zur Berufsorientierung ab der siebten Klasse, die in diesem Jahr ihre dritte Auflage erlebt hatte.

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Praxisnähe schreibt die Colditzer Oberschule schon lange groß. Zunächst entwickelte sie einen eigenen Neigungskurs, die Einführung in die Marktwirtschaft. Vier Stunden pro Woche sind die Mädchen und Jungen in ansässigen Betrieben wie Anona oder in Kindertagesstätten tätig. Das aber reichte Beratungslehrerin Simone Priemer nicht. Als sie 2013 mit Schülern die Weltmeisterschaft der Berufe, die World-Skills, in Leipzig besuchte, kam ihr die Idee, etwas ähnliches in Colditz zu probieren. Schulsozialarbeiterin, Kompetenzberaterin, Praxisbetreuerin, Förderverein der Schule und Eltern zogen mit. Beim Unternehmerstammtisch der Stadt rannte Priemer offene Türen ein. 19 Firmen und Institutionen beteiligten sich zur Premiere 2014, dieses Jahr waren es 24. Die Schüler zogen zum Beispiel Mauern hoch, lernten, wie pflegebedürftige Menschen gelagert werden, molken eine künstliche Kuh, zimmerten Holzbänke, spülten eine Abwasserleitung frei oder absolvierten einen sportlichen Parcours der Bundeswehr. Eine halbe Stunde lang beobachteten die Firmenvertreter, wie der Einzelne seine Aufgabe erledigte. Dafür gab’s für jeden Einträge ins Stempelheft für den sächsischen Berufswahlpass. Sie zeigen an, wer beispielsweise durch logisches Denken hervorsticht, Kreativität oder Ausdauer zeigt. „So werden Stärken deutlich gemacht, anstatt auf Schwächen zu verweisen“, sagt Ronny Kriz vom BSW.

Neben dieser jährlich einmaligen Aktion laufen an der Sophienschule permanente Projekte, mit denen die Mädchen und Jungen auf ihren kommenden Lebensabschnitt vorbereitet werden. Eine Praxisberaterin des BSW, deren Stelle das Kultusministerium fördert, führt sie in Betriebe und analysiert mit ihnen ihre Stärken und Schwächen. Im vom Europäischen Sozialfond finanziell unterstützten Paket „Kompetenzen kompakt“ bietet eine Mitarbeiterin des BSW nach dem Unterricht kleine Lehreinheiten an, um eventuelle Defizite auszugleichen und die Jugendlichen zu befördern, ihre Lernziele besser zu erreichen. Speziell auf Hauptschüler ist die Berufseinstiegsbegleitung durch die Deutsche Angestelltenakademie angelegt, sie soll ihnen bei der Arbeitsplatzsuche helfen. Andreas Horn, Leiter der Sophienschule, freute sich über die Nachricht, dass wegen all der Initiativen seine Bildungsstätte zur Siegel Botschafterschule 2016 erklärt wurde. Er dankte den Lehrern, insbesondere Priemer, die federführend das Konzept der Schuls Skills entwickelt hatte. Ebenso würdigte er die Projekte der langjährigen Partner der Schule, „die zusammen mit Ganztagsangeboten des Fördervereins sowie Wirtschaftsunternehmen der Region zur gelingenden Berufsorientierung beigetragen haben.“ „Aus Berlin haben wir viele Anregungen und Ideen mitgebracht“, resümierte die Elternratsvorsitzende Ivonne König den Tag der Auszeichnung, an dem es auch darum ging, sich über Regionen und Ländergrenzen hinweg zu vernetzen sowie Impulse für eine herausragende Berufsorientierung zu geben und zu erfahren. Bundesweit erhielten 19 Bildungsstätten das Berufswahl-Siegel, in Sachsen neben der Colditzer Einrichtung das Förderzentrum „A. S. Makarenko“ in Dresden.

Das Netzwerk Berufswahl-Siegel wird getragen von einem breiten Bündnis aus Schulen, Hochschulen, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Bundesagentur für Arbeit, Robert-Bosch-Stiftung und Siemens AG fördern es. Ziel ist es, ausgezeichnete Berufs- und Studienorientierung nach außen sichtbar zu machen und systematisch zu verbessern. Eine Herausforderung für die Sophienschule, denn sich muss sich fortan alle drei bis fünf Jahre der Evaluierung stellen. Im Durchschnitt erreichten bisher 84 Prozent der einmal ausgezeichneten Bildungsstätten die Rezertifizierung.

 

 

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Projekt „Gegen den Strom“ in der heißen Phase

PM T. Dencker | 29.08.2016

Wie passt das zusammen? Unbesetzte Arbeitsplätze auf der einen Seite, junge Menschen ohne berufliche Klarheit auf der anderen. Benachteiligte Menschen auf dem Weg ins Berufsleben zu begleiten, dies hat sich das Projekt „Gegen den Strom“ in der Trägerschaft des Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. auf die Fahnen geschrieben. Gefördert wird dieses dreijährige Projekt durch das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig.

In Arbeitsfeldern wie Farbe, Bau, Gartenbau, Hauwirtschaft und Metall erproben 12 Teilnehmer ihre Eignung, entwickeln fachliches Know-how, das für eine Helfertätigkeit oder Ausbildungsaufnahme essenziell ist und vor allem: trainieren ihre Sozialkompetenz, Belastbarkeit, ihr Durchhaltevermögen und entwickeln Ehrgeiz und Lust auf produktives Tun.

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 „Raus aus der Komfortzone“, das könnte das Motto im eigenen Projekthaus an der Mulde  in Tanndorf sein. So wurden in der hauseigenen Fahrradwerkstatt unzählige Fahrräder wieder in einen fahrtüchtigen Zustand gebracht und bedürftigen Personen zur Verfügung gestellt. Aktuell bauen die Teilnehmer Outdoorsitzgelegenheiten aus alten Paletten, um mit dem Werkstoff Holz und den dazugehörigen Werkzeugen vertrauter zu werden. Das betagte Haus bietet täglich vielfältige Baustellen um das eigene Können beim Laminat verlegen, fliesen, tapezieren, verputzen und bei Kleinreparaturen zu perfektionieren. Selbst eine projekteigene Vogelscheuche nimmt gerade Formen an. Das nächste Projekt wird die Herstellung eines Outdoorspiels sein, welches zum kostenfreien Verleih an Vereine und Interessierte vorgesehen ist.

Praktika und bereits zwei geringfügige Arbeitsverhältnisse sind Sprungbretter, welche den Teilnehmern den herausfordernden Weg in sozialversicherungspflichtige Arbeit ebnen.

An dieser Stelle sei allen Spenderinnen und Spendern von alten Fahrädern gedankt. Gern nimmt das Projekt noch bis Dezember Ihre ausgedienten „Drahtesel“ an.

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Nahtloser Übergang des Projekts „Kompetenzen kompakt“ gelungen

PM | 16.08.2016

Am 24.06.2016 endete die 4. Phase des ESF-geförderten Projekts „Kompetenzen kompakt“. Um Schulmüdigkeit vorzubeugen und Schüler_innen zu einer aktiven und selbstständigen Lebensführung zu befähigen, stehen die Stärkung der Persönlichkeit, der Aufbau von Schlüsselkompetenzen, die Verbesserung der Lernmotivation und die Vermittlung von Problemlösestrategien im Mittelpunkt der Kompetenztrainings.


(v.l.n.r. Jasmin Goral, Anja Pohle, Constanze Nötzel, Karsten Liepe, Sandy Zielinski)

 

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72 Schüler und Schülerinnen, verteilt auf die Oberschulen Böhlen, Borna und Colditz, arbeiteten in diesem Rahmen zusammen mit den jeweiligen Kompetenztrainern an ihren individuellen, selbst gesetzten, Schwerpunkten. Höhepunkt dieser Projektphase bildete die Abschlussveranstaltung am 17.06.2016. Auf der sogenannten „Lügentour“ bekamen die „Kompetenzkids“ die Möglichkeit Leipzig auf spielerische Art und Weise näher kennenzulernen. Seitens der Schüler_innen erhielten die Kompetenztrainings gute bis sehr gute Bewertungen.

Erfreulicherweise ging das Projekt nahtlos am 25.06.2016 in die 5. Runde. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit bereits bekannten, aber auch neuen Teilnehmenden an Themen wie Selbstbewusstsein, Familie/ Freundschaft, Konzentration und Teamfähigkeit zu arbeiten. Weiterhin begrüßen wir ganz herzliche Sandy Zielinski in unserem Kompetenzteam (s. Bild).

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Ferienspaß für kleine Bildhauer

LVZ F. Schmidt | 22.07.2016

Halbzeit im Ferienprogramm Jugendcenter Colditz

Colditz. Unter dem Dach des Jugendcenters Colditz im Wettiner Ring sowie unter Regie des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental können sich Kinder und Jugendliche an einem Ferienprogramm beteiligen. Über die gesamten Sommerferien hinweg kümmert sich Jasmin Goral um ein abwechslungsreiches Erlebnis- und Mitmachangebot.


Auch die kleinen Bildhauer haben ihren Ferienspaß: Dominik Fiedler (l.) und Eric Hanschmann nutzen die Angebote des Bildungsund Sozialwerkes, wie hier das Gestalten von Gasbeton, im Jugendcenter Colditz.Foto: Frank Schmidt

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Zunächst räumt die Sozialpädagogin mit Bedauern ein, nur dreimal pro Woche – immer dienstags bis donnerstags – Angebote unterbreiten zu können. „Im vergangenen Jahr konnten wir noch ein Ferienlager anbieten, was uns dieses Jahr auch aus Kostengründen nicht möglich war. Deshalb haben wir uns für die Dreitagesvariante entschieden und das auf alle sechs Ferienwochen ausgedehnt“, erklärt die Pädagogin so, als müsste sie sich dafür entschuldigen. Doch dafür gibt es keinen Grund, schaut man auf das Programm, das je nach geplanten Aktionen ganz- oder halbtags stattfindet. „Es kommt natürlich sehr auf die Angebote an. Bestimmte Ausflüge, wie Freizeitpark oder Kletterwald sowie Zoo oder Freibad, werden natürlich sehr gut angenommen, Kreativangebote, wie Basteln und Kerzenziehen oder Kochen und Backen, weniger gut. Das ist auch völlig normal und uns bewusst“, geht Jasmin Goral gelassen damit um. Aber es sei noch nicht vorgekommen, dass sie mit ihren Aktivitäten auf verlorenem Posten stand.„Mehr und weniger gut ist es uns gelungen, immer einige Kinder und Jugendliche mit unseren Angeboten zu erreichen“, zieht die Pädagogin eine Halbzeitbilanz. Die Kosten dafür werden über das Jugendamt getragen sowie über einen Elternbeitrag, dessen Höhe mit Oboluscharakter bis maximal 16 Euro für einen Ganztagsausflug vom Angebot abhängig gemacht wird. Dominik Fiedler aus Sermuth gehört zum Stamm der Teilnehmer. „Ich bin ganz froh und dankbar, hier sein zu können, weil man alleine zu Hause manches gar nicht machen könnte. Außerdem macht es beispielsweise im Freizeitpark mit einer größeren Truppe viel mehr Spaß. Mit der Familie wäre das zwar auch schön, ist aber nicht das Gleiche“, hat der Zwölfjährige die Erfahrung gemacht. Dennoch stehe noch ein Urlaubsausflug mit der Familie nach Österreich an, auf den er sich schon freut. Eric Hanschmann aus dem Colditzer Ortsteil Thumirnicht hat den Familienurlaub bereits hinter sich. Und nicht nur seine Hautfarbe, sondern auch er selbst verraten, dass er zwei Wochen an der kroatischen Adria war. „Weil ich gerne mit Werkzeug umgehe, habe ich mich für das Gestalten von Gasbeton angemeldet“, sagt der elfjährige Bastelfan, in dessen Adern Handwerkerblut fließt. „Wenn ich einen Wunsch offen hätte, dann den, dass das Wetter besonders für unsere Ausflüge etwas besser mitspielt“, sagt Jasmin Goral. Zumindest das Programm des Bildungs- und Sozialwerkes in der zweiten Ferienhälfte verspricht noch einen heißen Sommer. „Wer Interesse daran hat, kann sich gerne noch telefonisch unter 034381/53247 oder per Mail unter jasmin.goral@bsw-muldental.de anmelden“, nutzt die Pädagogin die Gelegenheit der Werbung in eigener Sache.

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Muslime im Muldental beenden Fastenmonat - Tanndorfer Jugendliche des BSW feiern mit Nachbarn Zuckerfest.

PM D. Rohde | 07.07.2016

Colditz/Tanndorf. Was für den Deutschen das Osterfest ist, ist für den Muslim der Ramadan. Gestern feierten tausende Muslime in Deutschland das Ende des Fastenmonats mit einem großen Fest. In diesen Fastenmonat waren auch 20 Minderjährige aus Afghanistan eingebunden, die seit dem 23. Dezember beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. ihre neue Heimat gefunden haben.


                           
Bürgermeister Matthias Schmiedel lies es sich nicht nehmen, 
        seinen neu hinzugewonnen Mitbürgern einen Besuch abzustatten.
Foto: Detlef Rohde

Die meisten der Jugendlichen haben bei Terrorhandlungen ihre Familien verloren. Doch was passiert eigentlich im Ramdadan und welche Ähnlichkeiten – auch weitläufige – gibt es zum Christentum? Einen Monat lang durften die Gläubigen nur vom Mondaufgang bis Monduntergang etwas essen und trinken. Diese religiöse Tradition basiert im Islam auf der Annahme, das der Koran erstmals für die Menschen auf die Erde gesandt wurde.

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Mit dem Fest des Fastenbrechens findet das höchste Glaubensfest seinen offiziellen Abschluss. Es wird für mehrere Tage begangen. Wie bei den Christen an Weihnachten, gibt es bei den Muslimen für die Kinder reichlich Süßigkeiten und Geschenke. Streitigkeiten werden beigelegt, ein neues Jahr beginnt. Viele Textpassagen des Korans sind ähnlich denen in der Bibel. In Koran und Bibel sind die Regeln für das Zusammenleben der Menschen und die Preisung von Gott oder Allah klar geregelt.

Gerade wenn Muslime oder Christen in andere Länder ziehen, freiwillig oder gezwungener Maßen, da in ihrer Heimat Krieg herrscht, bekommt der Glaube eine besondere Bedeutung. Er bietet Halt und gibt Kraft, um in einem neuen Leben mit einer absolut anderen Kultur zu bestehen. Wer dieser Tage in Häuser kommt, in denen Muslime leben, wird von einer noch unglaublicheren Gastfreundschaft erfahren, als sonst. Generell ist es vom muslimischen Glauben her ein Muss, seine Gäste willkommen zu heißen und ihnen das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein. Gleiches findet man auch in der Bibel. Auch dort wird die Gastfreundschaft als ein ehernes Gesetz festgeschrieben.

So ist es bei den Katholiken Brauch, dass der Papst vor Ostern am Gründonnerstag die Fußwaschung an armen, kranken oder flüchtigen Menschen durchführt, ein symbolisches Zeichen für Demut, das daran erinnert, das Jesus seinen Jüngern vor dem letzten Abendmal die Füße wusch. Diese Handlung war in der damaligen Zeit, also vor fast 2500 Jahren durchaus in jedem Haushalt üblich, da die Gäste nach einer langen und entbehrungsreichen Reise erschöpft waren und so willkommen geheißen wurden.

Die Schriften der Religionen an sich, sind so unterschiedlich gar nicht, es ist eher die Auslegung und die ist auf beiden Seiten manchmal sehr kreativ gestaltet.
Kreativ waren am Dienstag auch die Tanndorfer Jungs, die im Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. untergebracht sind. Sie luden zu ihrem Fest Nachbarn ein, um sich einfach mal näher kennenzulernen. Auch der Colditzer Bürgermeister Matthias Schmiedel ließ es sich nicht nehmen, seinen neu hinzugewonnen Mitbürgern einen Besuch abzustatten.

Das Stadtoberhaupt betonte, dass es schön sei, dass man Seitens der Stadt und der Bevölkerung den Menschen eine Starthilfe und eine erste neue Heimat anbieten könne. Jedoch sehe er es als eine Illusion, wenn man denke, viele würden bleiben. „Vielmehr sei es doch so, dass gerade die jungen Menschen einen Schulabschluss machen möchten und dann in größeren Städten arbeiten oder studieren möchten,“ so Matthias Schmiedel.

BSW Geschäftsführer Christian Kamprad sieht eine Chance nur dann gegeben, die Menschen zum Bleiben zu motivieren, wenn in regionalen Unternehmen Arbeitsplätze entstehen würden. „Dazu müssen wir Ängste auf beiden Seiten abbauen und den Menschen die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen. Das funktioniert am besten über Praktika,“ so Kamprad.

Auch die unterschiedlichen Auffassungen von Arbeitszeiten seien ein Reibungspunkt, der von beiden Seiten Verständnis erfordert. „Für die Zuwanderer gab es bislang kein Wochenende, Arbeit und Privates verschmelzen zu einem Gesamtpaket und der Leistungsdruck überfordere viele Neuankömmlinge, betont der BSW-Geschäftsführer. „Da ist Aufklärung für beide Seiten das A und O!“

Einen ersten Schritt des Kennlernens ist man beim BSW schon gegangen. Mit Knüppelkuchen, Lagerfeuer, Spezialitäten vom Grill und natürlich auch gekochten Speisen, wurde für das leibliche Wohlbefinden gesorgt. Bei Spielen und andere Gemeinschaftsaktivitäten kamen die Tanndorfer mit den Jugendlichen ins Gespräch.

 

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enviaM unterstützt Colditzer Bildungsprojekte

PM | 24.06.2016

Der Energiedienstleister fördert unter dem Motto „Wir sind hier gern zu Hause“ den Förderverein Sophienschule Colditz und das Bildungs- und Sozialwerk Muldental mit insgesamt 1500 Euro. Die feierliche Scheckübergabe fand am 23.06. im Rahmen des Schuljahresabschlussfestes in der Sophienschule statt.


(vlnr: Wolfgang Heidrich Stadtbibliothek, Ronny Kriz - Projektkoordinator, Konstanze Lange - Enviam, Sonja Schilde Förderverein Sophienschule, Hans Peter Kiesel - Stadtverwaltung Colditz)

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Als Kooperationspartner unterstützt der Förderverein  die Veranstaltung “Schul Skills 2016“ für die Klassenstufen fünf bis zehn der Oberschule Colditz. Bei diesem praxisnahen Berufsorientierungstag erhalten die Schüler die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten direkt bei teilnehmenden Unternehmen unter Beweis zu stellen. Ziel ist, die regionale Wirtschaft und den Schulalltag miteinander zu verzahnen.

Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental realisiert mit der finanziellen Zuwendung das Projekt „Stadtbibliothek Colditz – hier sind wir gern vereint zu Hause“. Das Vorhaben fördert die Lese-, Sprach- und Kommunikationskompetenz von Kindern und Jugendlichen. Dazu bietet der Verein verschiedene Aktionen wie Lesepatenschaften und Bibliotheksführungen.

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Belobigungsveranstaltung beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.

PM | 16.06.2016

Am 10.06.2016 fand wieder unsere alljährliche Belobigungsveranstaltung für Auszubildende und andere Teilnehmer des Bereiches berufliche Bildung statt. Diese Veranstaltung ist bereits seit mehr als 10 Jahren zur schönen Tradition geworden.

Gemeinsam mit den Kostenträgern der Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Jobcenter Landkreis Leipzig zeichnen wir einmal jährlich Teilnehmer unserer Bildungsmaßnahmen für besondere Leistungen aus.

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Ein Erfolg, über den sich auch Alexandra Michael, Ausbildungsleiterin beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V., freut: „Ich gratuliere den Teilnehmern, welche bisher immer zuverlässig mit Motivation und Interesse ihren Pflichten nachgekommen sind, ihre Aufgaben ernst nehmen und sich stets bemühen den Anforderungen gerecht zu werden.“

Bei einer Feierstunde wurden 16 Teilnehmer der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE), der Maßnahmen der Berufsvorbereitung (BvB) sowie einer Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE/ Projekt „Gegen den Strom“) gewürdigt. Mit Stolz nahmen die Jugendlichen die Belobigungsschreiben und kleinen Geschenke entgegen. Im Anschluss nutzten alle die Gelegenheit sich in gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen miteinander auszutauschen.

Ein besonderer Dank gebührt auch den Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen, welche die Jugendlichen täglich in den jeweiligen Fachbereichen betreuen.

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Farbtechnik, gesunde Ernährung und Barfußweg

LVZ C. Braun | 27.05.2016

Zum Tag der offenen Tür gibt das Bildungs- und Sozialwerk Muldental Einblicke in seine Arbeit

Grimma. Gesunde Schnittchen, KräuterDips und eine Tombola kamen bei den Besuchern des Tags der offenen Tür im Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) in Grimma gut an. „Die Ausbildungsstätte des BSW am Prophetenberg gibt es erst seit 2013 während der Verein seit 25 Jahren tätig ist. Wir wollten in Grimma der Öffentlichkeit zeigen, was unser Verein alles bietet“, sagt Alexandra Michael, die an diesem Tag Ansprechpartner für die Besucher war.

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 Das BSW mit Hauptsitz in Tanndorf ist als freier, gemeinnütziger Träger der Jugendberufshilfe und der Jugendsozialarbeit überregional tätig. „Der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit liegt in der Benachteiligten- und Behindertenausbildung mit sozialpädagogischer Begleitung“, erklärt die Ausbildungsleiterin Alexandra Michael. Das BSW betreut mit seinen circa 100 Mitarbeitern Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Projekten. Dazu gehören berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, berufliche Erstausbildung für behinderte und benachteiligte Jugendliche, Verbundausbildung, berufliche Weiterbildungen und ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Maßnahmen im Rahmen des SGB II. Jährlich werden zahlreiche Auszubildende in 21 Berufen in den kaufmännischen, gewerblich-technischen, handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufsfeldern ausgebildet. In der Außenstelle in Grimma gibt es die Ausbildungsbereiche Bau- und Farbtechnik, Hauswirtschaft sowie Logistik, Einzelhandel und Verwaltung. Am Tag der offenen Tür zeigten die Lehrlinge des Bereiches Hauswirtschaft, was sie in Sachen gesunde Ernährung draufhaben. In einer Ausstellung erfuhr man, dass in einer Flasche Rotkäppchensekt (halbtrocken) 30 Stück Zucker enthalten, in einer Flasche Mayonnaise dagegen nur sieben Stück sind. Der Bereich Verkauf demonstrierte die Gestaltung eines Schaufensters in einem Schuhkarton. So war Annelie Schneider dabei, ein Schaufenster für einen Elektronikladen zu kreieren. „Ich lerne Verkäuferin“, sagt die 19-jährige Auszubildende, die eine zweijährige kooperative Ausbildung absolviert. Wenn man an diesem Tag die Schuhe auszog, konnte man auch den Barfußweg testen, der im Jugendprojekt „Gegen den Strom“ entwickelt wurde. Wer fleißige Handwerker sehen wollte, der konnte einen Einblick in dem Bereich Farbtechnik nehmen. Dort zeigte die Auszubildende Stefanie Hiller, die Maler und Lackierer lernt, wie Buttons angefertigt werden. Im Bereich Bautechnik konnten Interessierte sehen, wie noch Stein auf Stein gemauert wird. Das demonstrierte unter anderem Stefan Fischer aus dem Berufsvorbereitungsjahr, der vom Ausbilder Dietmar Schwarz beraten wurde.

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Ausbildungsmesse in Grimma –von Kanalsanierung bis Fensterbau

LVZ R. Dietze | 06.06.2016

Stadt Grimma und das BSW laden zur Premiere / Nächste Auflage bereits für Januar geplant

Grimma. Der frühe Vogel fängt den Wurm – ganz offensichtlich nach dieser Maxime verfuhr am Sonnabendvormittag Florian Anders. Keine halbe Stunde, nachdem die von der Stadt Grimma und dem Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) organisierte erste Studien- und Ausbildungsmesse in der Muldentalhalle ihre Pforten geöffnet hatte, marschierte der Grimmaer Oberschüler auch schon wieder in Richtung Ausgang. Um Informationsmaterial der beiden Grimmaer Unternehmen Ege Fensterbau und Elektro Beckhoff reicher.

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„Das genügt für den Anfang, ich komme ja erst in die achte Klasse und habe deshalb noch ein bisschen Zeit bis zum Beginn meiner Ausbildung“, so der 14-jährige Muldestädter. Was er von den Vertretern der beiden Unternehmen erfuhr, habe ihn sehr zuversichtlich gestimmt. „Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, seien sehr gut, allerdings müsste ich noch ein wenig an meinen Hauptnoten arbeiten, wozu ich jetzt zusätzlich motiviert bin.“ Motivation ist auch das Stichwort für Ege-Ausbilder Volker Killisch. „Der Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren so weit ausgedünnt, dass für uns die schulischen Qualitäten fast zur Nebensache und demgegenüber die handwerklichen ausschlaggebend geworden sind“, so der Altenhainer. Ein Großteil der Bewerber habe Probleme mit der Theorie, würde aber in der Praxis regelrecht aufleben. „Diese Jugendlichen zu fördern, ist unsere Aufgabe, und wir haben auch schon gute Erfahrungen damit gemacht“, so Killisch, dem zufolge Ege von den fünf Ausbildungsplätzen für das Ausbildungsjahr 2016/17 erst vier habe besetzen können. Womit der Grimmaer Fensterbauer nicht allein steht. „Es haben sich einige Firmen im Rahmen der Studien- und Ausbildungsmesse präsentiert, die noch für das kommende Ausbildungsjahr Azubis suchen“, berichtet Doreen Anders vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental. Entsprechend sei es nicht schwer gefallen, 60 Unternehmen für die Veranstaltung zu gewinnen. Eine Veranstaltung, die an zwei im Grimmaer Rathaus veranstaltete Arbeitgebermessen anknüpfte. „Oberbürgermeister Matthias Berger hat den Anstoß dazu gegeben, die Sache in einem größeren Rahmen aufzuziehen“, so Anders. Warum, darüber informierte die Grimmaer Amtsleiterin für Jugend/Soziales/Kultur, Jana Kutscher. „Wir haben in der Stadt mit zehn Grundschulen, zwei Oberschulen und einem Gymnasium eine bunte Schullandschaft, entsprechend hat die Verwaltung ein großes Interesse daran, dass unsere Jugendlichen einen Ausbildungsplatz finden“, so Kutscher. Zwar seien die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt heute ungleich höher als noch vor einigen Jahren, die Informationen über die Vielzahl der die Ausbildung betreffenden Möglichkeiten vor Ort allerdings nicht in jedem Fall vorhanden. „Deshalb orientieren wir darauf, die Messe in jedem Jahr durchzuführen und in Abhängigkeit von der Resonanz auf alle Räumlichkeiten der Muldentalhalle auszuweiten“, so Kutscher.

Da man mit der Erstauflage für das nächste Ausbildungsjahr schon etwas spät dran gewesen sei, wolle man bereits im Januar zur zweiten Messe einladen und orientiere künftig auf einen Termin im Frühjahr. Ob allerdings an einem Wochenende oder doch besser unter der Woche, dazu ist laut der Amtsleiterin das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Wir wollen einerseits verstärkt Universitäten ins Boot holen, die einen Werktag bevorzugen, wohingegen die Firmen eher auf das Wochenende zielen, weil an diesem die Eltern eher in der Lage sind, ihre Kinder zu begleiten“, so Jana Kutscher. Kommentar 60 Unternehmen haben sich bei der Messe präsentiert.

 

 

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Integrationsministerin Petra Köpping zu Besuch in Tanndorf

LVZ D. Rohde | 14.05.2016

Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge des BSW feierlich eröffnet

Am Mittwoch wurde am frühen Nachmittag in Tanndorf das Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge eröffnet. Der Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerks Muldental e.V., Christian Kamprad, begrüßte im Rahmen einer kleinen Feierstunde auch die sächsische Staatsministerin für Integration, Petra Köpping (SPD).


Shahed und Matin im Gespräch mit Ministerin Köpping



Kamprad beschrieb in einem kurzen Abriss die Entstehung des Wohnheimes und die Ankunft der ersten Kinder am 23. Dezember 2015.

 

 

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 Er betonte in seiner Ansprache, dass zwar viel geschaffen wurde, die meiste Arbeit jedoch noch vor allen Beteiligten liege. Dabei hatte er die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Blick, die die Möglichkeiten für eine abgeschlossene Berufsausbildung betreffen. Derzeit sei es nicht möglich, ohne einen Hauptschulabschluss eine Ausbildung machen zu können, da Prüfungen durch die jeweiligen Kammern nicht abgenommen werden dürften und somit eingetragen werden könnten. Es gäbe Bildungsmodelle, die auch vom BSW angeboten würden, mit denen junge Erwachsene einen Hauptschulabschluss erhalten würden. Leider sei es derzeit noch nicht möglich, volljährige Migranten dort mit einzubinden. Diese würden derzeit noch hinten herunter fallen. In Sachsen sind derzeit über 3000 Lehrstellen unbesetzt und über 40 000 Arbeitsplätze frei, die so besetzt werden könnten.

Er hob hervor, dass es weniger der Freistaat sei, der mit Entscheidungen und Beschlüssen nicht hinterher käme, sondern die Bundesregierung deutlich schneller und effektiver in ihrer Reformarbeit bei den Zugangsvoraussetzungen für Ausbildungsberufe werden müsse. 

An der Arbeit des Freistaates bemängelte er Missstände bei der Umsetzung der eigenen bildungspolitischen Vorgaben. Es könne nicht sein, dass Kinder, die nicht in Grimma beschult werden, einen vollen Schultag mit einem breitgefächerten Lehrplan hätten und die Schule in Grimma täglich nur eine Stunde Deutschunterricht anbieten kann. Jeder könne sich ausrechnen, dass die Kinder und Jugendlichen bei dieser „Intensität“ des Deutschunterrichtes ungefähr fünzehn Jahre benötigen würden, ehe sie einen Schulabschluss erhielten, der es ihnen erlaube eine Lehrausbildung zu beginnen.

Staatsministerin Perta Köpping versprach, dieses Thema vordringlich zu behandeln, da die entsprechenden gesetzlichen Regelungen geschaffen seien und nun auch umgesetzt werden müssten. Sie wolle sich persönlich darum kümmern.

Erfreut zeigte sich die Ministerin über die Integrationsarbeit der Betreuer, die ein enges Netzwerk zu regionalen Vereinen wie dem Ruderclub Grimma e.V. aufgebaut haben. Sie hob hervor, dass das Knüpfen von Kontakten und das Entstehen von sozialen Umfeldern im ländlichen Bereich oftmals besser funktioniere, als es in anonymen Großstädten möglich sei. 

Im Anschluss gab es einen kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten des Wohnheimes, den die Vetreter von Politik, Jugendamt und Arbeitsagentur nutzten, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Christan Kamprad konnte dabei die künftigen Pläne und Ziele für eine erfolgreiche Intergration der Kinder erläutern. Nach einer Inobhutnahme und einer Zeit der ersten Ankunft, werden die Heranwachsenden in einer Wohngruppe betreut und auf ein eigenständiges Leben in einer Wohngemeinschaft außerhalb der Tanndorfer Mauern vorbereitet. Zugleich sollen die Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Jugendlichen nach einem erfolgreichen Schulbesuch direkt in Ausbildungbetriebe gehen können.

Hierzu bietet das BSW optimale Rahmenbedingungen an. Der Lehrbetrieb bietet verschiedene Ausbildungszweige an, in denen die Kinder sich durch Praktika ausprobieren können, um herauszufinden, in welche berufliche Richtung sie gehen wollen.


Übersetzer Ali A. Norsei erklärt Petra Köpping das zubereitete Essen

Das erste Praktikum haben einige der 18 Jungs schon erfolgreich gemeistert. Als kleine Stärkung hatten die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Küche einige afghanische Spezialitäten vorbereitet und konnten mit den Entscheidungsträgern über ihre Zukunft ins Gespräch kommen.

 

 

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Prüfungen im BSW verlaufen erfolgreich-Bestnoten bei der Verbundausbildung

LVZ F. Pfeifer | 09.05.2016

Colditz/Tanndorf. Gelaufen sind die Zwischenprüfungen für neun Anlagenmechaniker im Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental in Tanndorf. Die Ergebnisse konnten sich laut Ulf Born, Industriemeister Metall, sehen lassen. „Die Lehrlinge, die bei uns eine Verbundausbildung absolvieren, kamen auf Ergebnisse, die zehn bis 15 Prozent besser waren als bei den anderen“,

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sagte der 51-Jährige. Das BSW ist Prüfungsstätte der Industrie- und Handelskammer für Anlagenmechaniker im Leipziger Raum. Neun Lehrlinge mussten sich jetzt dem praktischen Zwischentest stellen. Sie hatten binnen sieben Stunden ein Prüfungsstück zu fertigen, das aus verschiedenen Rohrsystemen besteht, die miteinander verlötet, verschweißt und verschraubt werden mussten. Acht von neun Lehrlingen bestanden.

Am erfolgreichsten schlossen jene mit der Verbundausbildung ab. Dabei handelt es sich um ein Angebot des Bildungs- und Sozialwerks mit dem Ziel, Lehrlinge besser auf das spätere Berufsleben vorzubereiten, ihnen breitere Grundlagen, mehr Handfertigkeiten zu vermitteln. „Dazu haben wir mit derzeit sechs Betrieben der Region Kooperationsverträge abgeschlossen“, erläutert Christoph Pirr, Technischer Leiter des BSW. Jugendliche, in der Regel Absolventen der

Oberschulen, die mit Unternehmen Lehrverträge abgeschlossen haben, erhalten in den Tanndorfer Werkstätten im ersten Lehrjahr die Grundausbildung in den vier Berufsfeldern Metall, Holz, Büro sowie Lager – Handel und Verkauf. Meister betreuen sie in Theorie und Praxis. Später, vor den Zwischen- und Abschlussprüfungen, folgen dann noch zwei vierwöchige Intensivkurse. „Damit unterstützen wir die Berufsausbildung in den Betrieben und bieten eine Ergänzung zu den jeweiligen Lehrausbildungen an“, erklärt Birr. „Für einen bestimmten Zeitraum wird die Verbundausbildung über die Sächsische Aufbaubank finanziert“, so der 57-Jährige weiter. Das BSW baue auf eine jahrelange gute Zusammenarbeit mit mehreren Unternehmen der näheren Umgebung.

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BBC-Report über Flüchtlingskinder im Muldental

PM Medienportal Grimma | 26.04.2016

Grimma/Tanndorf. Es waren ungewohnte Tagesabläufe für vier minderjährige Kinder aus Afghanistan, die derzeit in einer Unterkunft für minderjährige Kinder aus Afghanistan des Bildungs- und Sozialwerks Muldental e.V. in Tanndorf untergebracht sind. Die BBC schickte einen ihrer ganz großen Auslandskorrespondenten, Paul Adam, in das beschauliche Muldental, um über den Verbleib und die Zukunftschancen der Minderjährigen aus Afghanistan zu berichten.

Die Geschichten hinter den Einzelschicksalen berührten auch das Team um den Redakteur Paul Adam, der normalerweise direkt von den Brennpunkten der weltweiten Kriegsgebiete berichtet. Dass die BBC auf Tanndorf aufmerksam wurde, ist einer britischen Sprachenstudentin aus Geithain zu verdanken, die an der Paul-Günther-Schule ein Praktikum absolviert. Natascha ist die Nichte der Produzentin und Moderatorin Eleanor Montague, die auch die Beiträge von Paul Adam produziert.

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Das Team aus Großbritannien war von dem Umgang mit den Flüchtlingskindern im Muldental beeindruckt. Vergleichend stellte Paul Adam fest, dass Schule und Unterkunft in Europa als Standard gelten sollten. Ihm seien auch andere Formen der Unterkunft und Fürsorge in England und Europa bekannt, die kein gutes Beispiel seien.

Ungewohnt war für das britische Reporterteam auch der zwanglose Umgang und die Integrationsarbeit, den die mittlerweile fünzehn Jungs aus Tanndorf beim Grimmaer Ruderclub e.V. erfahren dürfen. Sprachprobleme gäbe es augenscheinlich nicht. Sepp Hoffmann, zweiter Vorsitzender des Vereins und Trainer der Tanndorfer „Olympiaruderer“ brachte es dann auch schmunzelnd auf den Punkt: „wo es an der Sprache mangelt, gibt es immer noch Hände und Füße und außerdem „Junge, Junge, Junge!“ versteht jeder!“ Auch für Christian Kamprad war die Einladung und das Hilfsangebot des Grimmaer Ruderclubs fast ein Geschenk des Himmels.

„Wir können den Kindern helfen Bildung zu erlangen, einen Beruf zu erlernen, ein Bett und Essen zur Verfügung stellen aber wir können ihnen nicht die Eltern ersetzen. Ich konnte ein starkes Team aufbauen, dass irgendwo ein Zwischending von Eltern, Freunden und Fürsorgeeinichtung darstellt. Meine größte Sorge war jedoch, was wir den Jungs hier auf dem Land in ihrer Freizeit nichts anbieten können, da ist Langeweile vorprogrammiert. Wenn dann ein solches Angebot, wie das vom Ruderclub Grimma kommt, ist das schon so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Für Freizeitaktivitäten haben wir nur ein ganz geringes Budget zur Verfügung und dann steht plötzlich Sepp in der Tür!“

Der Vereinsvorsitzende des Ruderclubs Hubertus von Below, der selbst schon in vielen Ländern studiert und gearbeitet hat, kennt die Ängste, Nöte und Wünsche von Migranten nur zu genau und wollte von Anfang an, dass sich der Verein in die Integration der Zuwanderer einbringt und holte seinen Stellvertreter Sepp Hoffmann mit ins Boot. Seitdem gehören die Kinder mit zum Inventar. Dass Sport nicht nur wichtig für die Fitness ist, liegt dabei auf der Hand. Die Jungs lernen so auf spielerische Weise die deutsche Kultur und die Sprache kennen. Grundvoraussetzungen für einen stolperfreien Start in ihr neues Leben in Deutschland.

Christian Kamprad würde sich aber noch mehr für seine „Jungs“ wünschen. Paten! Auch die Deutschen konnten schon die Vorzüge von Patenschaften kennenlernen. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen Schweizer Bürger die Versorgung und Integration versprengter deutscher Familien und Wehrmachtssoldaten. Kinder aus Deutschland wurden nach dem Krieg in die europäischen Nachbarländer verbracht, darunter auch Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und Irland, die sogenannten Shamrock-Kinder (Kleeblattkinder). 

Genau hier aber liegt das Problem, eine Patenschaft bringt auch eine große Verantwortung mit sich. Der Pate nimmt ein Kind, wie ein Mentor mit an die Hand, vermittelt ihm die Werte unserer Gesellschaft und hilft ihm so bei seiner Ankunft in unserer Gesellschaft. Er wird zur Bezugsperson, zum „besten Freund“ des Kindes oder jungen Erwachsenen.

Kultur kann man nun einmal nicht nur aus Büchern oder Vorträgen erlernen, sondern man muss sie erleben und begreifen; eben sehen, anfassen,schmecken, hören, fühlen und riechen.

Foto und Text: Detlef Rohde

 

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Neuer Vorstand beim BSW

PM | 17.03.2016

Nachfolgende Mitglieder des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental e.V. wurden am 17.03.2016 in den Vorstand gewählt: Hans-Peter Kiesel; Doris Dornheim; Annerose Liebing; Sabine Schreiber; Klaus-Jürgen Linke (v.l.n.r.) Herzlichen Glückwunsch!

 


Biete: Motivation, Können und Fleiß – Suche: Arbeit, Lohn und Glück

LVZ | 16.03.2016

Kontaktbörse gestern in Grimma: Jobcenter bringt 600 Arbeitssuchende mit 30 Arbeitgebern zusammen

GRIMMA. Als Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerks Muldental (BSW) mit 100 Beschäftigten habe er schon viele Einstellungsgespräche geführt, sagte Christian Kamprad. Und so wünschte er der Arbeitgeber-Kontaktbörse viele gute Sekunden: „Erfahrungsgemäß entscheidet diese eine Sekunde darüber, ob Bewerber und Arbeitgeber zueinanderkommen“, so der Mitausrichter. Das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig hatte gestern 600 Arbeits- und Ausbildungssuchende in den Grimmaer Rathaussaal geladen.


Andrang im Grimmaer Rathaussaal: Zahlreiche Arbeits- und Ausbildungssuchende informieren sich an den diversen Firmenständen. Foto: Frank Schmidt

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 Teamleiterin Doreen Simmler: „Einmal im Jahr bringen wir sowohl in Borna als auch in Grimma die Vertreter der Firmen mit den Leistungsempfängern zusammen. Fast 30 Betriebe haben mehr als 200 Stellen dabei.“ In Borna war die Kontaktbörse am Donnerstag im Stadtkulturhaus durchgeführt worden. In Grimma gab Benjamin Pfeil aus Mutzschen gestern seine Unterlagen am Stand von Kaufland ab. Der 24-Jährige möchte Kaufmann im Einzelhandel werden:  „In der 10. Klasse wurde bei mir ein gutartiger Hirntumor festgestellt. Eine Reha jagte die nächste. Jetzt geht es voran, endlich könnte ich meine Ausbildung beginnen.“ Er sei kontaktfreudig, hilfsbereit und optimistisch, sagte der junge Mann mit Staplerschein: „Ich wäre total happy, wenn’s klappt!“ Früher habe sie sich sehr bemühen müssen, um Unternehmen zur Kontaktbörse zu bewegen, sagte Doreen Anders, Betriebsberaterin beim BSW: „Diesmal meldeten sich die Firmen sogar selbst.“ Der demografische Wandel schlage unerbittlich zu, die Betriebe suchten händeringend Lehrlinge und Fachkräfte. Max Weber, Richard Schulze, Jonas Berger, Jonas Müller und Philipp Friedrich, allesamt Neuntklässler aus dem Ortsteil Böhlen, informierten sich bei Böttcher Transporte. Der eine möchte Fitnesskaufmann werden, der andere IT-Experte, die nächsten wollen irgendwas mit Medizin oder Landwirtschaft machen, der Fünfte im Bunde interessiert sich für den Beruf des Kraftfahrers: „Der Lehrbetrieb Lehrbetrieb soll nicht so weit entfernt, das Team nett und der Lohn angemessen sein.“ So gewünscht, überprüfte Mitorganisatorin Sandra Jurzok am Computer schriftliche Bewerbungen auf mögliche Rechtschreibfehler. Wer noch kein gutes Bewerbungsfoto hatte, war bei Fotograf Oliver Diecke genau richtig. Er setzte die Bewerber möglichst dynamisch in Szene. Enrico Kain, Leiter des Wohn- und Seniorenzentrums Frohburg, war gestern auf der Suche nach künftigen Führungskräften. Iris Tetzner von der Grimmaer K+S Seniorenresidenz bot auch Quereinsteigern eine Chance: „Wir suchen Alltagsbegleiter für Spaziergänge, Sitztanz und Gedächtnistraining.“ Kurt-Uwe Andrich, Inhaber der Denkmalschmiede Höfgen, umwarb potenzielle Allroundgenies für Küche, Bankett und Restaurant. Unter den Interessenten mit Laufzetteln gab es auch welche, die sich nur Stempel und Unterschriften abholten, um gleich wieder nach Hause zu gehen. Die Mehrheit aber informierte sich gründlich. Wie jene 30-jährige Hartz-IV-Empfängerin aus Bad Lausick, die sich ihre Mütze vorgestellt tief ins Gesicht gezogen hatte und anonym bleiben wollte: „Ich suche einen Job im Büro. Aussichtslos. Auf meine Bewerbungen reagiert man nicht mal. Es ist ein Scheiß-Gefühl. Wenn ich Arbeit hätte, könnte ich den Führerschein machen und mir ein Auto leisten. So aber habe ich weder das eine noch das andere. Wie soll ich da mobil sein?! Ein Teufelskreis!“ Bessere Karten schien Alexander Zitzer aus Wurzen zu haben. Der 38-Jährige, der vor sieben Jahren aus Kasachstan gekommen war, ist Mechatroniker. Er ließ sich sämtliche Kontakte geben, um seine 34-seitige Bewerbung zielgerichtet per E-Mail zu versenden – an die Bahn oder DHL. Josephiene Delitz von DHL: „Wir expandieren, konnten ein neues Terminal eröffnen und suchen Operations-, Ramp-, Security- und Customs-Agents.“ Lauter Agenten, ein echter Agenten-Thriller! Spannend ist auch das Projekt, das BSW-Geschäftsführer Kamprad für Ende April ankündigte: „Dann beginnen wir mit unseren Kursen für Analphabeten. Die haben es auf dem Arbeitsmarkt am allerschwersten.“

 

 

 

 

 

 

 

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Ein herzliches Willkommen

PM | 10.03.2016

Das Kompetenzteam und das Team der Schulsozialarbeit begrüßen ganz herzlich Jasmin Goral in ihrer Mitte.

Frau Goral wird die Arbeit von Frau Sembdner im Jugendclub Colditz fortsetzen und an der Oberschule Colditz das durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt „Kompetenzen kompakt“ betreuen.

v.l. Sandra Jurzok, Anja Pohle, Maria Schmidt, Jasmin Goral, Christin Gruhle, Virginie Lösch, Karsten Liepe, Constanze Nötzel

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Unser gut vernetztes und erfahrenes  Team der Kinder- und Jugendhilfe an den Schulen in Borna, Böhlen (Grimma), Mutzschen, Zschoppach und Colditz sowie dem Jugendcenter fördert junge Menschen auf ihrem Weg des Heranwachsens und bietet sozialpädagogische Unterstützungsleistungen an.

Wir wünschen Frau Goral einen guten Start.

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Einsatz in Golzern?

Medienportal Grimma Sören Müller | 17.02.2016


Grimma/Golzern. Dichter Rauch quillte gestern aus der Waschküche der Tagesgruppe des BSW in Golzern, keine zwei Minuten später rückte auch schon die Freiwillige Feuerwehr Grimma an. Was war der Grund?

Dass es sich hierbei um eine Übung handeln würde, konnte man nur schwer vermuten, mit einer Nebelmaschine wurde die Waschküche und der Flur des Hauseinganges des Gebäudes vernebelt und damit der erste Fluchtweg realistisch abgeschnitten. Im Gebäude, welches das Bildungs und Sozialwerk Muldental (BSW) betreibt, sind die Wohngruppe und die Tagesgruppe untergebracht.

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Es dauerte nicht lange bis die Ersten den simulierten Rauch bemerkten. Nun hieß es Ruhe bewahren um die etwa 20 Kids und Jugendliche aus dem Gebäude zu schaffen. Der interne Feueralarm ertönte und man sammelte sich auf den vorgesehenen Sammelplatz. Die Freiwillige Feuerwehr Grimma rückte an und simulierte realistisch, allerdings ohne Wassereinsatz, wie jetzt der Einsatz aus Sicht der Brandbekämpfer abläuft. Lageerkundung, Innenangriff sowie die Vermisstensuche und anschließende Rettung waren hier der Schwerpunkt. Wehrleiter Michael Grimm, welcher natürlich auch als Einsatzleiter in echten Einsätzen fungiert, erklärte den interessierten Kindern und Jugendlichen welche Abläufe jetzt wichtig sind, warum jeder Handgriff der Einsatzkräfte sitzen muss und was man stets als Betroffener beachten sollte.

Für alle Beteiligten ist das Ganze natürlich kein Showact. Bewohner und Betreuer konnten so den monatelangen "Theorieberichten und Belehrungen" etwas praktisches abgewinnen.  Auch für die Feuerwehr sind solche Übungen wichtig. Neben der Öffentlichkeitsarbeit, welche man damit verfolgt um den so wichtigen Nachwuchs zu gewinnen, hat das Ganze auch einen taktischen Sinn. Wo sind die Brandschutztechnischen Anlagen im Haus? Wo ist der nächste Hydrant? Im Ernstfall hat man sich mit Ortskenntnis natürlich einen Vorteil geschafft, erklärte uns Grimm.

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