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Nachwuchs-Werbung: Firmen setzen auf Kontakte zu Schulen

LVZ | 28.10.2016

Colditzer Wirtschaftsstammtisch diskutiert über Erfahrungen mit Aktionstagen/ Nächstes Treffen für Anfang 2017 geplant

colditz. Dem Thema „Wie gewinne ich künftige Auszubildende“ widmete sich am Mittwochabend der regionale Wirtschaftsstammtisch in der Sophienschule. Ziel war es, Firmen und potenziellen Nachwuchs stärker zu vernetzen.

Conny Schicketanz, Praxisberaterin an der Colditzer Bildungsstätte, stellte Möglichkeiten vor, wie Unternehmen mit Schülern der Region in Kontakt kommen können. Im Jahresplan 2017 der Sophienschule fest verankert seien Termine wie die Woche der offenen Unternehmen „Schau rein“ vom 13. bis 18. März, der Girls- und Boys Day am 27. April sowie der Aktionstag „Genialsozial“ am 20. Juni. Schicketanz will Unternehmen bei der Anmeldung dafür helfen.

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Schulsozialarbeiterin Christin Gruhle wertete vor den Unternehmern, Lehrern, Elternräten und Gästen des Stammtischs die diesjährigen Colditzer Schul-Skills aus. Sowohl Schüler als auch die beteiligten 23 Unternehmen hätten das Format mit rund 90 Prozent als gut bis sehr gut bewertet. Elke Zerfeld, vom Regionalbauernverband berichtete, dass im Nachgang vier Schüler einen Praktikumsplatz im Bereich der Landwirtschaft konkret angefragt haben. Dass sich langfristiges Engagement lohnt, betätigte Kerstin Böhme-Voigt vom gleichnamigen Raumausstatter, die ihren jetzigen Lehrling über die ersten Schul-Skills und bei einem späterem Praktikum kennengelernt habe. Zur Nachhaltigkeit wurden die Kompetenzbögen der Schüler in deren Berufswahlpässe eingepflegt. Unternehmen, die einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellen wollen, werden in die schulinterne Datenbank aufgenommen.

Moderator Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental stellte die Frage nach der Fortführung des Veranstaltungsformats „Wirtschaftsstammtisch“ in den Raum. CDU- Stadtverbandschef Mathias Muschter sagte, er nutze den Austausch, um Probleme der Basis in seiner Arbeit aufzugreifen. Jan Gumpert von der Bauernhof GmbH Meuselwitz regte an, sich innerhalb des Gremiums an neue Projekte zu wagen und dabei abseits von Konkurrenzdenken regionale Kreisläufe zu schließen. Um öffentlich wahrgenommen zu werden, solle ein zweimaliger Treff im Jahr beibehalten werden, so der allgemeine Tenor der Anwesenden.

Mit der europäischen Leader-Förderung für Unternehmen und verschiedenen Arbeitsintegrationsmaßnahmen für Flüchtlinge nannte Kriz zwei mögliche Themen für den nächsten Stammtisch. Er ist für Anfang 2017 vorgesehen. 

Kontakt: praxisberater.colditz@bsw-muldental.de

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Bibliothek Colditz – neue Bücher und Termine

PM Heidrich/Kriz | 20.10.2016

Im Oktober wurde begonnen, Titel der Kinderbuchreihe „Was ist was“ durch überarbeitete Neuauflagen zu ersetzen. Die Reihe umfasst mittlerweile 140 thematische  Titel, die in den nächsten Jahren vervollständigt werden.

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Ab November sollen jeweils dienstags in der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr Lesenachmittage für Kinder angeboten werden. Gesucht werden dafür Erwachsene jeden Alters und Jugendliche, die bereit sind, den Kindern Bücher vorzulesen. Kinder können vorschlagen, welche Bücher sie interessieren. Die erste Veranstaltung findet im Vorfeld des bundesweiten Vorlesetages am 15. November in der Bibliothek am Ring 6 in Colditz statt.

Terminvorschau: Sonnabend, 10. Dezember Märchenlesung von 10.00 bis 11.00 Uhr mit Kinderbuchautorin Romy Schmidt

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Colditzer Stadtbibo braucht Speisesaal als Veranstaltungsraum

LVZ F.Pfeifer | 12.10.2016

Mit neuen Angeboten will die Stadtbibliothek Colditz weiter in Schwung kommen. Doch dabei ist manche Hürde zu nehmen. Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das die Einrichtung in der Bildungs- und Begegnungsstätte (BBS) betreibt, hofft deshalb auf das Engagement der Stadt.

Colditz. Mit neuen Angeboten will die Stadtbibliothek Colditz weiter in Schwung kommen. Doch dabei ist manche Hürde zu nehmen. Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das die Einrichtung in der Bildungs- und Begegnungsstätte (BBS) betreibt, hofft deshalb auf das Engagement der Stadt.

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Lediglich 101 Nutzer sind in der Bibliothek angemeldet. Für eine Stadt mit rund 8700 Einwohnern nicht sonderlich viel, auch wenn allein in diesem Jahr 19 Entleiher hinzugewonnen werden konnten. Dem Engagement von Wolfgang Heidrich als einzig fest angestelltem Mitarbeiter neben einer Bundesfreiwilligendienstlerin und fünf Lesepaten ist es zu verdanken, dass es aufwärts geht. So wurden neue Ideen in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel beteiligte sich die Bibliothek erstmals am Lesesommer, mit dem Kinder an Literatur herangeführt werden sollen. Und für die Neucolditzer gibt sie Unterstützung beim Deutschlernen, das in der Einrichtung online am Computer angeboten wird. Die Krux: Der Vertrag für Heidrich, dessen Arbeit mit Fördermitteln vom Jobcenter finanziert wird, läuft nächstes Jahr aus. Kriz will sich um eine Fortführung der Stelle kümmern, nicht zuletzt stehen weitere Projekte an.

So soll die Zusammenarbeit mit den Schulen von Colditz intensiviert werden. Für den 18. November ist zum Beispiel ein Vorlesetag geplant. Außerdem möchte die Bibliothek an der Umsetzung des Konzepts zur integrierten Stadtentwicklung mitwirken, für die es Fördermittel über den Europäischen Sozialfonds gibt. Und sie möchte, dass der an die Bücherei angrenzende ehemalige Speiseraum der früheren Betriebsberufsschule ihr zugeschlagen wird. „Wir brauchen ihn für Veranstaltungen, um mal einen Film zeigen oder Ausstellungen bieten zu können“, sagt Kriz, der postuliert: „Uns nützt nicht eine von außen schön sanierte BBS, und im Innern passiert nichts.“ Deshalb sei eine Gesprächsrunde mit dem Stadtrat sinnvoll.

In der Tat war bisher nur die Außenhaut des Gebäudekomplexes in Schuss gebracht worden – einschließlich der Dämmung der Wände. Doch nun ist endlich auch eine Verjüngungskur für die Eingeweide vorgesehen. Auf seiner jüngsten Sitzung gab das Kommunalparlament dem Colditzer Ingenieurbüro Schlender & Heiser den Auftrag, die Planungen in die Wege zu leiten. Laut Silka Gläser vom Bauamt sollen insgesamt 1 063 000 Euro investiert werden.

Begonnen wird nach ihren Worten mit der Grundsanierung des Hauptgebäudes. Sie beinhaltete die Erneuerung der Elektroanlage, der Heizung und der sanitären Einrichtungen sowie die Instandsetzung der Räume. Der Hort im Erdgeschoss werde für die Zeit der Arbeiten in den Anbau der BBS verlagert, wo sich die Hauswirtschaftsräume der Oberschule befinden. Der erste Stock, den die Kindertagesstätte Regenbogen einnimmt, sei schon fertig. Die Vereine, die im zweiten Obergeschoss ihr Domizil haben, müssten vorübergehend ausziehen.

Nach dem Hauptgebäude ist laut Gläser im nächsten Jahr die Sporthalle dran. Dann folgt die Innensanierung des Schul- und Archivanbaus mit Bibliothek, wobei noch zu klären ist, was aus dem ehemaligen Speiseraum wird, den sich die Stadtbibliothek wünscht. Am Ende sind die Außenanlagen zu gestalten, in diesem Zuge soll die BBS einen behindertengerechten Hauptzugang erhalten.

Manfred Heinz (FDP) forderte im Stadtrat ein Nutzungskonzept für die gesamte Bildungs- und Begegnungsstätte. „Das muss der Planer kennen, bevor er loslegt“, sagte er. Gläser erwiderte, die Nutzung bleibe nach der Sanierung bestehen, wie sie jetzt ist. Der Planer wisse das.

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Colditzer Sophienschule erhält in Berlin das Berufswahl-Siegel

LVZ F. Pfeifer | 08.10.2016

Colditz. Für ihre Bemühungen um einen reibungslosen Übergang ins Arbeitsleben erhielt die Colditzer Sophienschule jetzt als eine von zwei sächsischen Bildungsstätten das Berufswahl-Siegel. Damit wurden zum einen ihre Bemühungen, den Abgängern eine Job-Orientierung zu geben, geehrt. Zum anderen bedeutet die Auszeichnung eine Verpflichtung, denn die Oberschule muss sich künftig stets aufs Neue beweisen.

Im Berliner Haus der Wirtschaft übergab Edwina Koch-Kupfer, Staatssekretärin im Bildungsministerium Sachsen-Anhalt, als Vertreterin der Kultusministerkonferenz im Beisein von Christin Gruhle, Schulsozialarbeiterin vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, die Urkunde an den Achtklässler Luis König. Zusammen präsentierten die beiden anschließend mit Eltern auf dem Markt der Möglichkeiten das Konzept und die Ergebnisse der Schul Skills, einer Kompetenzrallye zur Berufsorientierung ab der siebten Klasse, die in diesem Jahr ihre dritte Auflage erlebt hatte.

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Praxisnähe schreibt die Colditzer Oberschule schon lange groß. Zunächst entwickelte sie einen eigenen Neigungskurs, die Einführung in die Marktwirtschaft. Vier Stunden pro Woche sind die Mädchen und Jungen in ansässigen Betrieben wie Anona oder in Kindertagesstätten tätig. Das aber reichte Beratungslehrerin Simone Priemer nicht. Als sie 2013 mit Schülern die Weltmeisterschaft der Berufe, die World-Skills, in Leipzig besuchte, kam ihr die Idee, etwas ähnliches in Colditz zu probieren. Schulsozialarbeiterin, Kompetenzberaterin, Praxisbetreuerin, Förderverein der Schule und Eltern zogen mit. Beim Unternehmerstammtisch der Stadt rannte Priemer offene Türen ein. 19 Firmen und Institutionen beteiligten sich zur Premiere 2014, dieses Jahr waren es 24. Die Schüler zogen zum Beispiel Mauern hoch, lernten, wie pflegebedürftige Menschen gelagert werden, molken eine künstliche Kuh, zimmerten Holzbänke, spülten eine Abwasserleitung frei oder absolvierten einen sportlichen Parcours der Bundeswehr. Eine halbe Stunde lang beobachteten die Firmenvertreter, wie der Einzelne seine Aufgabe erledigte. Dafür gab’s für jeden Einträge ins Stempelheft für den sächsischen Berufswahlpass. Sie zeigen an, wer beispielsweise durch logisches Denken hervorsticht, Kreativität oder Ausdauer zeigt. „So werden Stärken deutlich gemacht, anstatt auf Schwächen zu verweisen“, sagt Ronny Kriz vom BSW.

Neben dieser jährlich einmaligen Aktion laufen an der Sophienschule permanente Projekte, mit denen die Mädchen und Jungen auf ihren kommenden Lebensabschnitt vorbereitet werden. Eine Praxisberaterin des BSW, deren Stelle das Kultusministerium fördert, führt sie in Betriebe und analysiert mit ihnen ihre Stärken und Schwächen. Im vom Europäischen Sozialfond finanziell unterstützten Paket „Kompetenzen kompakt“ bietet eine Mitarbeiterin des BSW nach dem Unterricht kleine Lehreinheiten an, um eventuelle Defizite auszugleichen und die Jugendlichen zu befördern, ihre Lernziele besser zu erreichen. Speziell auf Hauptschüler ist die Berufseinstiegsbegleitung durch die Deutsche Angestelltenakademie angelegt, sie soll ihnen bei der Arbeitsplatzsuche helfen. Andreas Horn, Leiter der Sophienschule, freute sich über die Nachricht, dass wegen all der Initiativen seine Bildungsstätte zur Siegel Botschafterschule 2016 erklärt wurde. Er dankte den Lehrern, insbesondere Priemer, die federführend das Konzept der Schuls Skills entwickelt hatte. Ebenso würdigte er die Projekte der langjährigen Partner der Schule, „die zusammen mit Ganztagsangeboten des Fördervereins sowie Wirtschaftsunternehmen der Region zur gelingenden Berufsorientierung beigetragen haben.“ „Aus Berlin haben wir viele Anregungen und Ideen mitgebracht“, resümierte die Elternratsvorsitzende Ivonne König den Tag der Auszeichnung, an dem es auch darum ging, sich über Regionen und Ländergrenzen hinweg zu vernetzen sowie Impulse für eine herausragende Berufsorientierung zu geben und zu erfahren. Bundesweit erhielten 19 Bildungsstätten das Berufswahl-Siegel, in Sachsen neben der Colditzer Einrichtung das Förderzentrum „A. S. Makarenko“ in Dresden.

Das Netzwerk Berufswahl-Siegel wird getragen von einem breiten Bündnis aus Schulen, Hochschulen, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Bundesagentur für Arbeit, Robert-Bosch-Stiftung und Siemens AG fördern es. Ziel ist es, ausgezeichnete Berufs- und Studienorientierung nach außen sichtbar zu machen und systematisch zu verbessern. Eine Herausforderung für die Sophienschule, denn sich muss sich fortan alle drei bis fünf Jahre der Evaluierung stellen. Im Durchschnitt erreichten bisher 84 Prozent der einmal ausgezeichneten Bildungsstätten die Rezertifizierung.

 

 

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Projekt „Gegen den Strom“ in der heißen Phase

PM T. Dencker | 29.08.2016

Wie passt das zusammen? Unbesetzte Arbeitsplätze auf der einen Seite, junge Menschen ohne berufliche Klarheit auf der anderen. Benachteiligte Menschen auf dem Weg ins Berufsleben zu begleiten, dies hat sich das Projekt „Gegen den Strom“ in der Trägerschaft des Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. auf die Fahnen geschrieben. Gefördert wird dieses dreijährige Projekt durch das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig.

In Arbeitsfeldern wie Farbe, Bau, Gartenbau, Hauwirtschaft und Metall erproben 12 Teilnehmer ihre Eignung, entwickeln fachliches Know-how, das für eine Helfertätigkeit oder Ausbildungsaufnahme essenziell ist und vor allem: trainieren ihre Sozialkompetenz, Belastbarkeit, ihr Durchhaltevermögen und entwickeln Ehrgeiz und Lust auf produktives Tun.

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 „Raus aus der Komfortzone“, das könnte das Motto im eigenen Projekthaus an der Mulde  in Tanndorf sein. So wurden in der hauseigenen Fahrradwerkstatt unzählige Fahrräder wieder in einen fahrtüchtigen Zustand gebracht und bedürftigen Personen zur Verfügung gestellt. Aktuell bauen die Teilnehmer Outdoorsitzgelegenheiten aus alten Paletten, um mit dem Werkstoff Holz und den dazugehörigen Werkzeugen vertrauter zu werden. Das betagte Haus bietet täglich vielfältige Baustellen um das eigene Können beim Laminat verlegen, fliesen, tapezieren, verputzen und bei Kleinreparaturen zu perfektionieren. Selbst eine projekteigene Vogelscheuche nimmt gerade Formen an. Das nächste Projekt wird die Herstellung eines Outdoorspiels sein, welches zum kostenfreien Verleih an Vereine und Interessierte vorgesehen ist.

Praktika und bereits zwei geringfügige Arbeitsverhältnisse sind Sprungbretter, welche den Teilnehmern den herausfordernden Weg in sozialversicherungspflichtige Arbeit ebnen.

An dieser Stelle sei allen Spenderinnen und Spendern von alten Fahrädern gedankt. Gern nimmt das Projekt noch bis Dezember Ihre ausgedienten „Drahtesel“ an.

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Nahtloser Übergang des Projekts „Kompetenzen kompakt“ gelungen

PM | 16.08.2016

Am 24.06.2016 endete die 4. Phase des ESF-geförderten Projekts „Kompetenzen kompakt“. Um Schulmüdigkeit vorzubeugen und Schüler_innen zu einer aktiven und selbstständigen Lebensführung zu befähigen, stehen die Stärkung der Persönlichkeit, der Aufbau von Schlüsselkompetenzen, die Verbesserung der Lernmotivation und die Vermittlung von Problemlösestrategien im Mittelpunkt der Kompetenztrainings.


(v.l.n.r. Jasmin Goral, Anja Pohle, Constanze Nötzel, Karsten Liepe, Sandy Zielinski)

 

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72 Schüler und Schülerinnen, verteilt auf die Oberschulen Böhlen, Borna und Colditz, arbeiteten in diesem Rahmen zusammen mit den jeweiligen Kompetenztrainern an ihren individuellen, selbst gesetzten, Schwerpunkten. Höhepunkt dieser Projektphase bildete die Abschlussveranstaltung am 17.06.2016. Auf der sogenannten „Lügentour“ bekamen die „Kompetenzkids“ die Möglichkeit Leipzig auf spielerische Art und Weise näher kennenzulernen. Seitens der Schüler_innen erhielten die Kompetenztrainings gute bis sehr gute Bewertungen.

Erfreulicherweise ging das Projekt nahtlos am 25.06.2016 in die 5. Runde. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit bereits bekannten, aber auch neuen Teilnehmenden an Themen wie Selbstbewusstsein, Familie/ Freundschaft, Konzentration und Teamfähigkeit zu arbeiten. Weiterhin begrüßen wir ganz herzliche Sandy Zielinski in unserem Kompetenzteam (s. Bild).

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Ferienspaß für kleine Bildhauer

LVZ F. Schmidt | 22.07.2016

Halbzeit im Ferienprogramm Jugendcenter Colditz

Colditz. Unter dem Dach des Jugendcenters Colditz im Wettiner Ring sowie unter Regie des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental können sich Kinder und Jugendliche an einem Ferienprogramm beteiligen. Über die gesamten Sommerferien hinweg kümmert sich Jasmin Goral um ein abwechslungsreiches Erlebnis- und Mitmachangebot.


Auch die kleinen Bildhauer haben ihren Ferienspaß: Dominik Fiedler (l.) und Eric Hanschmann nutzen die Angebote des Bildungsund Sozialwerkes, wie hier das Gestalten von Gasbeton, im Jugendcenter Colditz.Foto: Frank Schmidt

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Zunächst räumt die Sozialpädagogin mit Bedauern ein, nur dreimal pro Woche – immer dienstags bis donnerstags – Angebote unterbreiten zu können. „Im vergangenen Jahr konnten wir noch ein Ferienlager anbieten, was uns dieses Jahr auch aus Kostengründen nicht möglich war. Deshalb haben wir uns für die Dreitagesvariante entschieden und das auf alle sechs Ferienwochen ausgedehnt“, erklärt die Pädagogin so, als müsste sie sich dafür entschuldigen. Doch dafür gibt es keinen Grund, schaut man auf das Programm, das je nach geplanten Aktionen ganz- oder halbtags stattfindet. „Es kommt natürlich sehr auf die Angebote an. Bestimmte Ausflüge, wie Freizeitpark oder Kletterwald sowie Zoo oder Freibad, werden natürlich sehr gut angenommen, Kreativangebote, wie Basteln und Kerzenziehen oder Kochen und Backen, weniger gut. Das ist auch völlig normal und uns bewusst“, geht Jasmin Goral gelassen damit um. Aber es sei noch nicht vorgekommen, dass sie mit ihren Aktivitäten auf verlorenem Posten stand.„Mehr und weniger gut ist es uns gelungen, immer einige Kinder und Jugendliche mit unseren Angeboten zu erreichen“, zieht die Pädagogin eine Halbzeitbilanz. Die Kosten dafür werden über das Jugendamt getragen sowie über einen Elternbeitrag, dessen Höhe mit Oboluscharakter bis maximal 16 Euro für einen Ganztagsausflug vom Angebot abhängig gemacht wird. Dominik Fiedler aus Sermuth gehört zum Stamm der Teilnehmer. „Ich bin ganz froh und dankbar, hier sein zu können, weil man alleine zu Hause manches gar nicht machen könnte. Außerdem macht es beispielsweise im Freizeitpark mit einer größeren Truppe viel mehr Spaß. Mit der Familie wäre das zwar auch schön, ist aber nicht das Gleiche“, hat der Zwölfjährige die Erfahrung gemacht. Dennoch stehe noch ein Urlaubsausflug mit der Familie nach Österreich an, auf den er sich schon freut. Eric Hanschmann aus dem Colditzer Ortsteil Thumirnicht hat den Familienurlaub bereits hinter sich. Und nicht nur seine Hautfarbe, sondern auch er selbst verraten, dass er zwei Wochen an der kroatischen Adria war. „Weil ich gerne mit Werkzeug umgehe, habe ich mich für das Gestalten von Gasbeton angemeldet“, sagt der elfjährige Bastelfan, in dessen Adern Handwerkerblut fließt. „Wenn ich einen Wunsch offen hätte, dann den, dass das Wetter besonders für unsere Ausflüge etwas besser mitspielt“, sagt Jasmin Goral. Zumindest das Programm des Bildungs- und Sozialwerkes in der zweiten Ferienhälfte verspricht noch einen heißen Sommer. „Wer Interesse daran hat, kann sich gerne noch telefonisch unter 034381/53247 oder per Mail unter jasmin.goral@bsw-muldental.de anmelden“, nutzt die Pädagogin die Gelegenheit der Werbung in eigener Sache.

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Muslime im Muldental beenden Fastenmonat - Tanndorfer Jugendliche des BSW feiern mit Nachbarn Zuckerfest.

PM D. Rohde | 07.07.2016

Colditz/Tanndorf. Was für den Deutschen das Osterfest ist, ist für den Muslim der Ramadan. Gestern feierten tausende Muslime in Deutschland das Ende des Fastenmonats mit einem großen Fest. In diesen Fastenmonat waren auch 20 Minderjährige aus Afghanistan eingebunden, die seit dem 23. Dezember beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. ihre neue Heimat gefunden haben.


                           
Bürgermeister Matthias Schmiedel lies es sich nicht nehmen, 
        seinen neu hinzugewonnen Mitbürgern einen Besuch abzustatten.
Foto: Detlef Rohde

Die meisten der Jugendlichen haben bei Terrorhandlungen ihre Familien verloren. Doch was passiert eigentlich im Ramdadan und welche Ähnlichkeiten – auch weitläufige – gibt es zum Christentum? Einen Monat lang durften die Gläubigen nur vom Mondaufgang bis Monduntergang etwas essen und trinken. Diese religiöse Tradition basiert im Islam auf der Annahme, das der Koran erstmals für die Menschen auf die Erde gesandt wurde.

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Mit dem Fest des Fastenbrechens findet das höchste Glaubensfest seinen offiziellen Abschluss. Es wird für mehrere Tage begangen. Wie bei den Christen an Weihnachten, gibt es bei den Muslimen für die Kinder reichlich Süßigkeiten und Geschenke. Streitigkeiten werden beigelegt, ein neues Jahr beginnt. Viele Textpassagen des Korans sind ähnlich denen in der Bibel. In Koran und Bibel sind die Regeln für das Zusammenleben der Menschen und die Preisung von Gott oder Allah klar geregelt.

Gerade wenn Muslime oder Christen in andere Länder ziehen, freiwillig oder gezwungener Maßen, da in ihrer Heimat Krieg herrscht, bekommt der Glaube eine besondere Bedeutung. Er bietet Halt und gibt Kraft, um in einem neuen Leben mit einer absolut anderen Kultur zu bestehen. Wer dieser Tage in Häuser kommt, in denen Muslime leben, wird von einer noch unglaublicheren Gastfreundschaft erfahren, als sonst. Generell ist es vom muslimischen Glauben her ein Muss, seine Gäste willkommen zu heißen und ihnen das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein. Gleiches findet man auch in der Bibel. Auch dort wird die Gastfreundschaft als ein ehernes Gesetz festgeschrieben.

So ist es bei den Katholiken Brauch, dass der Papst vor Ostern am Gründonnerstag die Fußwaschung an armen, kranken oder flüchtigen Menschen durchführt, ein symbolisches Zeichen für Demut, das daran erinnert, das Jesus seinen Jüngern vor dem letzten Abendmal die Füße wusch. Diese Handlung war in der damaligen Zeit, also vor fast 2500 Jahren durchaus in jedem Haushalt üblich, da die Gäste nach einer langen und entbehrungsreichen Reise erschöpft waren und so willkommen geheißen wurden.

Die Schriften der Religionen an sich, sind so unterschiedlich gar nicht, es ist eher die Auslegung und die ist auf beiden Seiten manchmal sehr kreativ gestaltet.
Kreativ waren am Dienstag auch die Tanndorfer Jungs, die im Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. untergebracht sind. Sie luden zu ihrem Fest Nachbarn ein, um sich einfach mal näher kennenzulernen. Auch der Colditzer Bürgermeister Matthias Schmiedel ließ es sich nicht nehmen, seinen neu hinzugewonnen Mitbürgern einen Besuch abzustatten.

Das Stadtoberhaupt betonte, dass es schön sei, dass man Seitens der Stadt und der Bevölkerung den Menschen eine Starthilfe und eine erste neue Heimat anbieten könne. Jedoch sehe er es als eine Illusion, wenn man denke, viele würden bleiben. „Vielmehr sei es doch so, dass gerade die jungen Menschen einen Schulabschluss machen möchten und dann in größeren Städten arbeiten oder studieren möchten,“ so Matthias Schmiedel.

BSW Geschäftsführer Christian Kamprad sieht eine Chance nur dann gegeben, die Menschen zum Bleiben zu motivieren, wenn in regionalen Unternehmen Arbeitsplätze entstehen würden. „Dazu müssen wir Ängste auf beiden Seiten abbauen und den Menschen die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen. Das funktioniert am besten über Praktika,“ so Kamprad.

Auch die unterschiedlichen Auffassungen von Arbeitszeiten seien ein Reibungspunkt, der von beiden Seiten Verständnis erfordert. „Für die Zuwanderer gab es bislang kein Wochenende, Arbeit und Privates verschmelzen zu einem Gesamtpaket und der Leistungsdruck überfordere viele Neuankömmlinge, betont der BSW-Geschäftsführer. „Da ist Aufklärung für beide Seiten das A und O!“

Einen ersten Schritt des Kennlernens ist man beim BSW schon gegangen. Mit Knüppelkuchen, Lagerfeuer, Spezialitäten vom Grill und natürlich auch gekochten Speisen, wurde für das leibliche Wohlbefinden gesorgt. Bei Spielen und andere Gemeinschaftsaktivitäten kamen die Tanndorfer mit den Jugendlichen ins Gespräch.

 

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enviaM unterstützt Colditzer Bildungsprojekte

PM | 24.06.2016

Der Energiedienstleister fördert unter dem Motto „Wir sind hier gern zu Hause“ den Förderverein Sophienschule Colditz und das Bildungs- und Sozialwerk Muldental mit insgesamt 1500 Euro. Die feierliche Scheckübergabe fand am 23.06. im Rahmen des Schuljahresabschlussfestes in der Sophienschule statt.


(vlnr: Wolfgang Heidrich Stadtbibliothek, Ronny Kriz - Projektkoordinator, Konstanze Lange - Enviam, Sonja Schilde Förderverein Sophienschule, Hans Peter Kiesel - Stadtverwaltung Colditz)

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Als Kooperationspartner unterstützt der Förderverein  die Veranstaltung “Schul Skills 2016“ für die Klassenstufen fünf bis zehn der Oberschule Colditz. Bei diesem praxisnahen Berufsorientierungstag erhalten die Schüler die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten direkt bei teilnehmenden Unternehmen unter Beweis zu stellen. Ziel ist, die regionale Wirtschaft und den Schulalltag miteinander zu verzahnen.

Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental realisiert mit der finanziellen Zuwendung das Projekt „Stadtbibliothek Colditz – hier sind wir gern vereint zu Hause“. Das Vorhaben fördert die Lese-, Sprach- und Kommunikationskompetenz von Kindern und Jugendlichen. Dazu bietet der Verein verschiedene Aktionen wie Lesepatenschaften und Bibliotheksführungen.

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Belobigungsveranstaltung beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.

PM | 16.06.2016

Am 10.06.2016 fand wieder unsere alljährliche Belobigungsveranstaltung für Auszubildende und andere Teilnehmer des Bereiches berufliche Bildung statt. Diese Veranstaltung ist bereits seit mehr als 10 Jahren zur schönen Tradition geworden.

Gemeinsam mit den Kostenträgern der Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Jobcenter Landkreis Leipzig zeichnen wir einmal jährlich Teilnehmer unserer Bildungsmaßnahmen für besondere Leistungen aus.

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Ein Erfolg, über den sich auch Alexandra Michael, Ausbildungsleiterin beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V., freut: „Ich gratuliere den Teilnehmern, welche bisher immer zuverlässig mit Motivation und Interesse ihren Pflichten nachgekommen sind, ihre Aufgaben ernst nehmen und sich stets bemühen den Anforderungen gerecht zu werden.“

Bei einer Feierstunde wurden 16 Teilnehmer der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE), der Maßnahmen der Berufsvorbereitung (BvB) sowie einer Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE/ Projekt „Gegen den Strom“) gewürdigt. Mit Stolz nahmen die Jugendlichen die Belobigungsschreiben und kleinen Geschenke entgegen. Im Anschluss nutzten alle die Gelegenheit sich in gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen miteinander auszutauschen.

Ein besonderer Dank gebührt auch den Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen, welche die Jugendlichen täglich in den jeweiligen Fachbereichen betreuen.

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Ausbildungsmesse in Grimma –von Kanalsanierung bis Fensterbau

LVZ R. Dietze | 06.06.2016

Stadt Grimma und das BSW laden zur Premiere / Nächste Auflage bereits für Januar geplant

Grimma. Der frühe Vogel fängt den Wurm – ganz offensichtlich nach dieser Maxime verfuhr am Sonnabendvormittag Florian Anders. Keine halbe Stunde, nachdem die von der Stadt Grimma und dem Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) organisierte erste Studien- und Ausbildungsmesse in der Muldentalhalle ihre Pforten geöffnet hatte, marschierte der Grimmaer Oberschüler auch schon wieder in Richtung Ausgang. Um Informationsmaterial der beiden Grimmaer Unternehmen Ege Fensterbau und Elektro Beckhoff reicher.

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„Das genügt für den Anfang, ich komme ja erst in die achte Klasse und habe deshalb noch ein bisschen Zeit bis zum Beginn meiner Ausbildung“, so der 14-jährige Muldestädter. Was er von den Vertretern der beiden Unternehmen erfuhr, habe ihn sehr zuversichtlich gestimmt. „Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, seien sehr gut, allerdings müsste ich noch ein wenig an meinen Hauptnoten arbeiten, wozu ich jetzt zusätzlich motiviert bin.“ Motivation ist auch das Stichwort für Ege-Ausbilder Volker Killisch. „Der Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren so weit ausgedünnt, dass für uns die schulischen Qualitäten fast zur Nebensache und demgegenüber die handwerklichen ausschlaggebend geworden sind“, so der Altenhainer. Ein Großteil der Bewerber habe Probleme mit der Theorie, würde aber in der Praxis regelrecht aufleben. „Diese Jugendlichen zu fördern, ist unsere Aufgabe, und wir haben auch schon gute Erfahrungen damit gemacht“, so Killisch, dem zufolge Ege von den fünf Ausbildungsplätzen für das Ausbildungsjahr 2016/17 erst vier habe besetzen können. Womit der Grimmaer Fensterbauer nicht allein steht. „Es haben sich einige Firmen im Rahmen der Studien- und Ausbildungsmesse präsentiert, die noch für das kommende Ausbildungsjahr Azubis suchen“, berichtet Doreen Anders vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental. Entsprechend sei es nicht schwer gefallen, 60 Unternehmen für die Veranstaltung zu gewinnen. Eine Veranstaltung, die an zwei im Grimmaer Rathaus veranstaltete Arbeitgebermessen anknüpfte. „Oberbürgermeister Matthias Berger hat den Anstoß dazu gegeben, die Sache in einem größeren Rahmen aufzuziehen“, so Anders. Warum, darüber informierte die Grimmaer Amtsleiterin für Jugend/Soziales/Kultur, Jana Kutscher. „Wir haben in der Stadt mit zehn Grundschulen, zwei Oberschulen und einem Gymnasium eine bunte Schullandschaft, entsprechend hat die Verwaltung ein großes Interesse daran, dass unsere Jugendlichen einen Ausbildungsplatz finden“, so Kutscher. Zwar seien die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt heute ungleich höher als noch vor einigen Jahren, die Informationen über die Vielzahl der die Ausbildung betreffenden Möglichkeiten vor Ort allerdings nicht in jedem Fall vorhanden. „Deshalb orientieren wir darauf, die Messe in jedem Jahr durchzuführen und in Abhängigkeit von der Resonanz auf alle Räumlichkeiten der Muldentalhalle auszuweiten“, so Kutscher.

Da man mit der Erstauflage für das nächste Ausbildungsjahr schon etwas spät dran gewesen sei, wolle man bereits im Januar zur zweiten Messe einladen und orientiere künftig auf einen Termin im Frühjahr. Ob allerdings an einem Wochenende oder doch besser unter der Woche, dazu ist laut der Amtsleiterin das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Wir wollen einerseits verstärkt Universitäten ins Boot holen, die einen Werktag bevorzugen, wohingegen die Firmen eher auf das Wochenende zielen, weil an diesem die Eltern eher in der Lage sind, ihre Kinder zu begleiten“, so Jana Kutscher. Kommentar 60 Unternehmen haben sich bei der Messe präsentiert.

 

 

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Farbtechnik, gesunde Ernährung und Barfußweg

LVZ C. Braun | 27.05.2016

Zum Tag der offenen Tür gibt das Bildungs- und Sozialwerk Muldental Einblicke in seine Arbeit

Grimma. Gesunde Schnittchen, KräuterDips und eine Tombola kamen bei den Besuchern des Tags der offenen Tür im Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) in Grimma gut an. „Die Ausbildungsstätte des BSW am Prophetenberg gibt es erst seit 2013 während der Verein seit 25 Jahren tätig ist. Wir wollten in Grimma der Öffentlichkeit zeigen, was unser Verein alles bietet“, sagt Alexandra Michael, die an diesem Tag Ansprechpartner für die Besucher war.

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 Das BSW mit Hauptsitz in Tanndorf ist als freier, gemeinnütziger Träger der Jugendberufshilfe und der Jugendsozialarbeit überregional tätig. „Der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit liegt in der Benachteiligten- und Behindertenausbildung mit sozialpädagogischer Begleitung“, erklärt die Ausbildungsleiterin Alexandra Michael. Das BSW betreut mit seinen circa 100 Mitarbeitern Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Projekten. Dazu gehören berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, berufliche Erstausbildung für behinderte und benachteiligte Jugendliche, Verbundausbildung, berufliche Weiterbildungen und ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Maßnahmen im Rahmen des SGB II. Jährlich werden zahlreiche Auszubildende in 21 Berufen in den kaufmännischen, gewerblich-technischen, handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufsfeldern ausgebildet. In der Außenstelle in Grimma gibt es die Ausbildungsbereiche Bau- und Farbtechnik, Hauswirtschaft sowie Logistik, Einzelhandel und Verwaltung. Am Tag der offenen Tür zeigten die Lehrlinge des Bereiches Hauswirtschaft, was sie in Sachen gesunde Ernährung draufhaben. In einer Ausstellung erfuhr man, dass in einer Flasche Rotkäppchensekt (halbtrocken) 30 Stück Zucker enthalten, in einer Flasche Mayonnaise dagegen nur sieben Stück sind. Der Bereich Verkauf demonstrierte die Gestaltung eines Schaufensters in einem Schuhkarton. So war Annelie Schneider dabei, ein Schaufenster für einen Elektronikladen zu kreieren. „Ich lerne Verkäuferin“, sagt die 19-jährige Auszubildende, die eine zweijährige kooperative Ausbildung absolviert. Wenn man an diesem Tag die Schuhe auszog, konnte man auch den Barfußweg testen, der im Jugendprojekt „Gegen den Strom“ entwickelt wurde. Wer fleißige Handwerker sehen wollte, der konnte einen Einblick in dem Bereich Farbtechnik nehmen. Dort zeigte die Auszubildende Stefanie Hiller, die Maler und Lackierer lernt, wie Buttons angefertigt werden. Im Bereich Bautechnik konnten Interessierte sehen, wie noch Stein auf Stein gemauert wird. Das demonstrierte unter anderem Stefan Fischer aus dem Berufsvorbereitungsjahr, der vom Ausbilder Dietmar Schwarz beraten wurde.

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Integrationsministerin Petra Köpping zu Besuch in Tanndorf

LVZ D. Rohde | 14.05.2016

Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge des BSW feierlich eröffnet

Am Mittwoch wurde am frühen Nachmittag in Tanndorf das Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge eröffnet. Der Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerks Muldental e.V., Christian Kamprad, begrüßte im Rahmen einer kleinen Feierstunde auch die sächsische Staatsministerin für Integration, Petra Köpping (SPD).


Shahed und Matin im Gespräch mit Ministerin Köpping



Kamprad beschrieb in einem kurzen Abriss die Entstehung des Wohnheimes und die Ankunft der ersten Kinder am 23. Dezember 2015.

 

 

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 Er betonte in seiner Ansprache, dass zwar viel geschaffen wurde, die meiste Arbeit jedoch noch vor allen Beteiligten liege. Dabei hatte er die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Blick, die die Möglichkeiten für eine abgeschlossene Berufsausbildung betreffen. Derzeit sei es nicht möglich, ohne einen Hauptschulabschluss eine Ausbildung machen zu können, da Prüfungen durch die jeweiligen Kammern nicht abgenommen werden dürften und somit eingetragen werden könnten. Es gäbe Bildungsmodelle, die auch vom BSW angeboten würden, mit denen junge Erwachsene einen Hauptschulabschluss erhalten würden. Leider sei es derzeit noch nicht möglich, volljährige Migranten dort mit einzubinden. Diese würden derzeit noch hinten herunter fallen. In Sachsen sind derzeit über 3000 Lehrstellen unbesetzt und über 40 000 Arbeitsplätze frei, die so besetzt werden könnten.

Er hob hervor, dass es weniger der Freistaat sei, der mit Entscheidungen und Beschlüssen nicht hinterher käme, sondern die Bundesregierung deutlich schneller und effektiver in ihrer Reformarbeit bei den Zugangsvoraussetzungen für Ausbildungsberufe werden müsse. 

An der Arbeit des Freistaates bemängelte er Missstände bei der Umsetzung der eigenen bildungspolitischen Vorgaben. Es könne nicht sein, dass Kinder, die nicht in Grimma beschult werden, einen vollen Schultag mit einem breitgefächerten Lehrplan hätten und die Schule in Grimma täglich nur eine Stunde Deutschunterricht anbieten kann. Jeder könne sich ausrechnen, dass die Kinder und Jugendlichen bei dieser „Intensität“ des Deutschunterrichtes ungefähr fünzehn Jahre benötigen würden, ehe sie einen Schulabschluss erhielten, der es ihnen erlaube eine Lehrausbildung zu beginnen.

Staatsministerin Perta Köpping versprach, dieses Thema vordringlich zu behandeln, da die entsprechenden gesetzlichen Regelungen geschaffen seien und nun auch umgesetzt werden müssten. Sie wolle sich persönlich darum kümmern.

Erfreut zeigte sich die Ministerin über die Integrationsarbeit der Betreuer, die ein enges Netzwerk zu regionalen Vereinen wie dem Ruderclub Grimma e.V. aufgebaut haben. Sie hob hervor, dass das Knüpfen von Kontakten und das Entstehen von sozialen Umfeldern im ländlichen Bereich oftmals besser funktioniere, als es in anonymen Großstädten möglich sei. 

Im Anschluss gab es einen kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten des Wohnheimes, den die Vetreter von Politik, Jugendamt und Arbeitsagentur nutzten, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Christan Kamprad konnte dabei die künftigen Pläne und Ziele für eine erfolgreiche Intergration der Kinder erläutern. Nach einer Inobhutnahme und einer Zeit der ersten Ankunft, werden die Heranwachsenden in einer Wohngruppe betreut und auf ein eigenständiges Leben in einer Wohngemeinschaft außerhalb der Tanndorfer Mauern vorbereitet. Zugleich sollen die Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Jugendlichen nach einem erfolgreichen Schulbesuch direkt in Ausbildungbetriebe gehen können.

Hierzu bietet das BSW optimale Rahmenbedingungen an. Der Lehrbetrieb bietet verschiedene Ausbildungszweige an, in denen die Kinder sich durch Praktika ausprobieren können, um herauszufinden, in welche berufliche Richtung sie gehen wollen.


Übersetzer Ali A. Norsei erklärt Petra Köpping das zubereitete Essen

Das erste Praktikum haben einige der 18 Jungs schon erfolgreich gemeistert. Als kleine Stärkung hatten die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Küche einige afghanische Spezialitäten vorbereitet und konnten mit den Entscheidungsträgern über ihre Zukunft ins Gespräch kommen.

 

 

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Prüfungen im BSW verlaufen erfolgreich-Bestnoten bei der Verbundausbildung

LVZ F. Pfeifer | 09.05.2016

Colditz/Tanndorf. Gelaufen sind die Zwischenprüfungen für neun Anlagenmechaniker im Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental in Tanndorf. Die Ergebnisse konnten sich laut Ulf Born, Industriemeister Metall, sehen lassen. „Die Lehrlinge, die bei uns eine Verbundausbildung absolvieren, kamen auf Ergebnisse, die zehn bis 15 Prozent besser waren als bei den anderen“,

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sagte der 51-Jährige. Das BSW ist Prüfungsstätte der Industrie- und Handelskammer für Anlagenmechaniker im Leipziger Raum. Neun Lehrlinge mussten sich jetzt dem praktischen Zwischentest stellen. Sie hatten binnen sieben Stunden ein Prüfungsstück zu fertigen, das aus verschiedenen Rohrsystemen besteht, die miteinander verlötet, verschweißt und verschraubt werden mussten. Acht von neun Lehrlingen bestanden.

Am erfolgreichsten schlossen jene mit der Verbundausbildung ab. Dabei handelt es sich um ein Angebot des Bildungs- und Sozialwerks mit dem Ziel, Lehrlinge besser auf das spätere Berufsleben vorzubereiten, ihnen breitere Grundlagen, mehr Handfertigkeiten zu vermitteln. „Dazu haben wir mit derzeit sechs Betrieben der Region Kooperationsverträge abgeschlossen“, erläutert Christoph Pirr, Technischer Leiter des BSW. Jugendliche, in der Regel Absolventen der

Oberschulen, die mit Unternehmen Lehrverträge abgeschlossen haben, erhalten in den Tanndorfer Werkstätten im ersten Lehrjahr die Grundausbildung in den vier Berufsfeldern Metall, Holz, Büro sowie Lager – Handel und Verkauf. Meister betreuen sie in Theorie und Praxis. Später, vor den Zwischen- und Abschlussprüfungen, folgen dann noch zwei vierwöchige Intensivkurse. „Damit unterstützen wir die Berufsausbildung in den Betrieben und bieten eine Ergänzung zu den jeweiligen Lehrausbildungen an“, erklärt Birr. „Für einen bestimmten Zeitraum wird die Verbundausbildung über die Sächsische Aufbaubank finanziert“, so der 57-Jährige weiter. Das BSW baue auf eine jahrelange gute Zusammenarbeit mit mehreren Unternehmen der näheren Umgebung.

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BBC-Report über Flüchtlingskinder im Muldental

PM Medienportal Grimma | 26.04.2016

Grimma/Tanndorf. Es waren ungewohnte Tagesabläufe für vier minderjährige Kinder aus Afghanistan, die derzeit in einer Unterkunft für minderjährige Kinder aus Afghanistan des Bildungs- und Sozialwerks Muldental e.V. in Tanndorf untergebracht sind. Die BBC schickte einen ihrer ganz großen Auslandskorrespondenten, Paul Adam, in das beschauliche Muldental, um über den Verbleib und die Zukunftschancen der Minderjährigen aus Afghanistan zu berichten.

Die Geschichten hinter den Einzelschicksalen berührten auch das Team um den Redakteur Paul Adam, der normalerweise direkt von den Brennpunkten der weltweiten Kriegsgebiete berichtet. Dass die BBC auf Tanndorf aufmerksam wurde, ist einer britischen Sprachenstudentin aus Geithain zu verdanken, die an der Paul-Günther-Schule ein Praktikum absolviert. Natascha ist die Nichte der Produzentin und Moderatorin Eleanor Montague, die auch die Beiträge von Paul Adam produziert.

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Das Team aus Großbritannien war von dem Umgang mit den Flüchtlingskindern im Muldental beeindruckt. Vergleichend stellte Paul Adam fest, dass Schule und Unterkunft in Europa als Standard gelten sollten. Ihm seien auch andere Formen der Unterkunft und Fürsorge in England und Europa bekannt, die kein gutes Beispiel seien.

Ungewohnt war für das britische Reporterteam auch der zwanglose Umgang und die Integrationsarbeit, den die mittlerweile fünzehn Jungs aus Tanndorf beim Grimmaer Ruderclub e.V. erfahren dürfen. Sprachprobleme gäbe es augenscheinlich nicht. Sepp Hoffmann, zweiter Vorsitzender des Vereins und Trainer der Tanndorfer „Olympiaruderer“ brachte es dann auch schmunzelnd auf den Punkt: „wo es an der Sprache mangelt, gibt es immer noch Hände und Füße und außerdem „Junge, Junge, Junge!“ versteht jeder!“ Auch für Christian Kamprad war die Einladung und das Hilfsangebot des Grimmaer Ruderclubs fast ein Geschenk des Himmels.

„Wir können den Kindern helfen Bildung zu erlangen, einen Beruf zu erlernen, ein Bett und Essen zur Verfügung stellen aber wir können ihnen nicht die Eltern ersetzen. Ich konnte ein starkes Team aufbauen, dass irgendwo ein Zwischending von Eltern, Freunden und Fürsorgeeinichtung darstellt. Meine größte Sorge war jedoch, was wir den Jungs hier auf dem Land in ihrer Freizeit nichts anbieten können, da ist Langeweile vorprogrammiert. Wenn dann ein solches Angebot, wie das vom Ruderclub Grimma kommt, ist das schon so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Für Freizeitaktivitäten haben wir nur ein ganz geringes Budget zur Verfügung und dann steht plötzlich Sepp in der Tür!“

Der Vereinsvorsitzende des Ruderclubs Hubertus von Below, der selbst schon in vielen Ländern studiert und gearbeitet hat, kennt die Ängste, Nöte und Wünsche von Migranten nur zu genau und wollte von Anfang an, dass sich der Verein in die Integration der Zuwanderer einbringt und holte seinen Stellvertreter Sepp Hoffmann mit ins Boot. Seitdem gehören die Kinder mit zum Inventar. Dass Sport nicht nur wichtig für die Fitness ist, liegt dabei auf der Hand. Die Jungs lernen so auf spielerische Weise die deutsche Kultur und die Sprache kennen. Grundvoraussetzungen für einen stolperfreien Start in ihr neues Leben in Deutschland.

Christian Kamprad würde sich aber noch mehr für seine „Jungs“ wünschen. Paten! Auch die Deutschen konnten schon die Vorzüge von Patenschaften kennenlernen. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen Schweizer Bürger die Versorgung und Integration versprengter deutscher Familien und Wehrmachtssoldaten. Kinder aus Deutschland wurden nach dem Krieg in die europäischen Nachbarländer verbracht, darunter auch Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und Irland, die sogenannten Shamrock-Kinder (Kleeblattkinder). 

Genau hier aber liegt das Problem, eine Patenschaft bringt auch eine große Verantwortung mit sich. Der Pate nimmt ein Kind, wie ein Mentor mit an die Hand, vermittelt ihm die Werte unserer Gesellschaft und hilft ihm so bei seiner Ankunft in unserer Gesellschaft. Er wird zur Bezugsperson, zum „besten Freund“ des Kindes oder jungen Erwachsenen.

Kultur kann man nun einmal nicht nur aus Büchern oder Vorträgen erlernen, sondern man muss sie erleben und begreifen; eben sehen, anfassen,schmecken, hören, fühlen und riechen.

Foto und Text: Detlef Rohde

 

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Neuer Vorstand beim BSW

PM | 17.03.2016

Nachfolgende Mitglieder des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental e.V. wurden am 17.03.2016 in den Vorstand gewählt: Hans-Peter Kiesel; Doris Dornheim; Annerose Liebing; Sabine Schreiber; Klaus-Jürgen Linke (v.l.n.r.) Herzlichen Glückwunsch!

 


Ein herzliches Willkommen

PM | 10.03.2016

Das Kompetenzteam und das Team der Schulsozialarbeit begrüßen ganz herzlich Jasmin Goral in ihrer Mitte.

Frau Goral wird die Arbeit von Frau Sembdner im Jugendclub Colditz fortsetzen und an der Oberschule Colditz das durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt „Kompetenzen kompakt“ betreuen.

v.l. Sandra Jurzok, Anja Pohle, Maria Schmidt, Jasmin Goral, Christin Gruhle, Virginie Lösch, Karsten Liepe, Constanze Nötzel

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Unser gut vernetztes und erfahrenes  Team der Kinder- und Jugendhilfe an den Schulen in Borna, Böhlen (Grimma), Mutzschen, Zschoppach und Colditz sowie dem Jugendcenter fördert junge Menschen auf ihrem Weg des Heranwachsens und bietet sozialpädagogische Unterstützungsleistungen an.

Wir wünschen Frau Goral einen guten Start.

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Biete: Motivation, Können und Fleiß – Suche: Arbeit, Lohn und Glück

LVZ | 16.03.2016

Kontaktbörse gestern in Grimma: Jobcenter bringt 600 Arbeitssuchende mit 30 Arbeitgebern zusammen

GRIMMA. Als Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerks Muldental (BSW) mit 100 Beschäftigten habe er schon viele Einstellungsgespräche geführt, sagte Christian Kamprad. Und so wünschte er der Arbeitgeber-Kontaktbörse viele gute Sekunden: „Erfahrungsgemäß entscheidet diese eine Sekunde darüber, ob Bewerber und Arbeitgeber zueinanderkommen“, so der Mitausrichter. Das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig hatte gestern 600 Arbeits- und Ausbildungssuchende in den Grimmaer Rathaussaal geladen.


Andrang im Grimmaer Rathaussaal: Zahlreiche Arbeits- und Ausbildungssuchende informieren sich an den diversen Firmenständen. Foto: Frank Schmidt

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 Teamleiterin Doreen Simmler: „Einmal im Jahr bringen wir sowohl in Borna als auch in Grimma die Vertreter der Firmen mit den Leistungsempfängern zusammen. Fast 30 Betriebe haben mehr als 200 Stellen dabei.“ In Borna war die Kontaktbörse am Donnerstag im Stadtkulturhaus durchgeführt worden. In Grimma gab Benjamin Pfeil aus Mutzschen gestern seine Unterlagen am Stand von Kaufland ab. Der 24-Jährige möchte Kaufmann im Einzelhandel werden:  „In der 10. Klasse wurde bei mir ein gutartiger Hirntumor festgestellt. Eine Reha jagte die nächste. Jetzt geht es voran, endlich könnte ich meine Ausbildung beginnen.“ Er sei kontaktfreudig, hilfsbereit und optimistisch, sagte der junge Mann mit Staplerschein: „Ich wäre total happy, wenn’s klappt!“ Früher habe sie sich sehr bemühen müssen, um Unternehmen zur Kontaktbörse zu bewegen, sagte Doreen Anders, Betriebsberaterin beim BSW: „Diesmal meldeten sich die Firmen sogar selbst.“ Der demografische Wandel schlage unerbittlich zu, die Betriebe suchten händeringend Lehrlinge und Fachkräfte. Max Weber, Richard Schulze, Jonas Berger, Jonas Müller und Philipp Friedrich, allesamt Neuntklässler aus dem Ortsteil Böhlen, informierten sich bei Böttcher Transporte. Der eine möchte Fitnesskaufmann werden, der andere IT-Experte, die nächsten wollen irgendwas mit Medizin oder Landwirtschaft machen, der Fünfte im Bunde interessiert sich für den Beruf des Kraftfahrers: „Der Lehrbetrieb Lehrbetrieb soll nicht so weit entfernt, das Team nett und der Lohn angemessen sein.“ So gewünscht, überprüfte Mitorganisatorin Sandra Jurzok am Computer schriftliche Bewerbungen auf mögliche Rechtschreibfehler. Wer noch kein gutes Bewerbungsfoto hatte, war bei Fotograf Oliver Diecke genau richtig. Er setzte die Bewerber möglichst dynamisch in Szene. Enrico Kain, Leiter des Wohn- und Seniorenzentrums Frohburg, war gestern auf der Suche nach künftigen Führungskräften. Iris Tetzner von der Grimmaer K+S Seniorenresidenz bot auch Quereinsteigern eine Chance: „Wir suchen Alltagsbegleiter für Spaziergänge, Sitztanz und Gedächtnistraining.“ Kurt-Uwe Andrich, Inhaber der Denkmalschmiede Höfgen, umwarb potenzielle Allroundgenies für Küche, Bankett und Restaurant. Unter den Interessenten mit Laufzetteln gab es auch welche, die sich nur Stempel und Unterschriften abholten, um gleich wieder nach Hause zu gehen. Die Mehrheit aber informierte sich gründlich. Wie jene 30-jährige Hartz-IV-Empfängerin aus Bad Lausick, die sich ihre Mütze vorgestellt tief ins Gesicht gezogen hatte und anonym bleiben wollte: „Ich suche einen Job im Büro. Aussichtslos. Auf meine Bewerbungen reagiert man nicht mal. Es ist ein Scheiß-Gefühl. Wenn ich Arbeit hätte, könnte ich den Führerschein machen und mir ein Auto leisten. So aber habe ich weder das eine noch das andere. Wie soll ich da mobil sein?! Ein Teufelskreis!“ Bessere Karten schien Alexander Zitzer aus Wurzen zu haben. Der 38-Jährige, der vor sieben Jahren aus Kasachstan gekommen war, ist Mechatroniker. Er ließ sich sämtliche Kontakte geben, um seine 34-seitige Bewerbung zielgerichtet per E-Mail zu versenden – an die Bahn oder DHL. Josephiene Delitz von DHL: „Wir expandieren, konnten ein neues Terminal eröffnen und suchen Operations-, Ramp-, Security- und Customs-Agents.“ Lauter Agenten, ein echter Agenten-Thriller! Spannend ist auch das Projekt, das BSW-Geschäftsführer Kamprad für Ende April ankündigte: „Dann beginnen wir mit unseren Kursen für Analphabeten. Die haben es auf dem Arbeitsmarkt am allerschwersten.“

 

 

 

 

 

 

 

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Einsatz in Golzern?

Medienportal Grimma Sören Müller | 17.02.2016


Grimma/Golzern. Dichter Rauch quillte gestern aus der Waschküche der Tagesgruppe des BSW in Golzern, keine zwei Minuten später rückte auch schon die Freiwillige Feuerwehr Grimma an. Was war der Grund?

Dass es sich hierbei um eine Übung handeln würde, konnte man nur schwer vermuten, mit einer Nebelmaschine wurde die Waschküche und der Flur des Hauseinganges des Gebäudes vernebelt und damit der erste Fluchtweg realistisch abgeschnitten. Im Gebäude, welches das Bildungs und Sozialwerk Muldental (BSW) betreibt, sind die Wohngruppe und die Tagesgruppe untergebracht.

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Es dauerte nicht lange bis die Ersten den simulierten Rauch bemerkten. Nun hieß es Ruhe bewahren um die etwa 20 Kids und Jugendliche aus dem Gebäude zu schaffen. Der interne Feueralarm ertönte und man sammelte sich auf den vorgesehenen Sammelplatz. Die Freiwillige Feuerwehr Grimma rückte an und simulierte realistisch, allerdings ohne Wassereinsatz, wie jetzt der Einsatz aus Sicht der Brandbekämpfer abläuft. Lageerkundung, Innenangriff sowie die Vermisstensuche und anschließende Rettung waren hier der Schwerpunkt. Wehrleiter Michael Grimm, welcher natürlich auch als Einsatzleiter in echten Einsätzen fungiert, erklärte den interessierten Kindern und Jugendlichen welche Abläufe jetzt wichtig sind, warum jeder Handgriff der Einsatzkräfte sitzen muss und was man stets als Betroffener beachten sollte.

Für alle Beteiligten ist das Ganze natürlich kein Showact. Bewohner und Betreuer konnten so den monatelangen "Theorieberichten und Belehrungen" etwas praktisches abgewinnen.  Auch für die Feuerwehr sind solche Übungen wichtig. Neben der Öffentlichkeitsarbeit, welche man damit verfolgt um den so wichtigen Nachwuchs zu gewinnen, hat das Ganze auch einen taktischen Sinn. Wo sind die Brandschutztechnischen Anlagen im Haus? Wo ist der nächste Hydrant? Im Ernstfall hat man sich mit Ortskenntnis natürlich einen Vorteil geschafft, erklärte uns Grimm.

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Freie Träger bringen Schwung – seit 25 Jahren

LVZ H. Latchinian | 13.11.15

Wenn das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) jetzt sein 25. Jubiläum feiert, werden im Grimmaer Rathaus besonders auch die Verdienste eines Mannes gewürdigt, der inzwischen hochbetagt weder stehen noch laufen kann. Als stiller Held scheute der Grimmaer Günter Zweynert bisher das Rampenlicht. Doch zur Festveranstaltung besteht Geschäftsführer Christian Kamprad (51) darauf, den 86-Jährigen im Rollstuhl als Ehrengast zu begrüßen.

Ein Vierteljahrhundert BSW – eine Erfolgsgeschichte. Dabei gründete sich der Freie Träger unmittelbar nach der Wende aus der Not heraus. „Das war die Zeit, als in Grimma der Chemieanlagenbau abgewickelt wurde und weit über 200 Lehrlinge plötzlich ohne Ausbildungsbetrieb dastanden“, erinnert sich Doris Dornheim, BSW-Mitarbeiterin der ersten Stunde. „Wir gründeten zunächst einen Förderverein, der all die angehenden Instandhaltungsmechaniker, Köche und Bürokaufleute auffing. Bald darauf bekamen wir vom Arbeitsamt weitere junge Leute zugewiesen, die sonst auf der Straße gestanden hätten.“ Einer grassierenden Jugendarbeitslosigkeit setzten Kollegen wie der langjährige Vorsitzende Bernhard Weigel und der damalige Geschäftsführer Günter Zweynert besagtes BSW entgegen.

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Zweynert hatte es nie leicht. Er wuchs in Kriegszeiten auf. Mit 17 erkrankte er an Kinderlähmung. Ein Vierteljahr lag er im Krankenhaus. Mal an Krücken, mal am Stock – das Laufen fiel ihm schwer. Der gelernte Industriekaufmann unterrichtete an der Betriebsberufsschule des späteren Maschinen- und Apparatebaus Grimma (MAG). Nach seinem Ingenieurstudium verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Die Kräfte ließen nach, er konnte nicht mehr vor der Klasse stehen. Er wechselte als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Leipziger Zentralstelle des Ministeriums für Schwermaschinenbau. Dort entwickelte er Unterrichtsmittel weiter – Folienreihen, Filme, Modelle. 20 Jahre pendelte der zweifache Familienvater zwischen Grimma und Leipzig. Nach der Wende war für den Gehbehinderten zunächst Schluss. Er war Anfang 60, als ihn der Hilferuf des neu gegründeten Fördervereins der Berufsschule Grimma erreichte: „Die suchten einen Geschäftsführer.“

Günter Zweynert nahm die Herausforderung an. Ob er ahnen konnte, auf was er sich da einließ? Junge Leute in 23 Ausbildungsberufen – von der Arzthelferin über den Gärtner bis zum Kfz-Mechaniker – für alle musste es irgendwie weitergehen. „Zusätzlich schickte das Arbeitsamt noch jede Menge Ungelernte – mit einem Mal hatte ich 500 Jugendliche am Hals.“ Auf der unvergessenen Elternversammlung in Grimmas Roter Schule verpflichtete sich der Vorstand, die ihm anvertrauten jungen Leute bis zu deren Abschluss zu begleiten.

Der Geschäftsführer des damals größten Betriebes im Süden des Muldentalkreises hielt Wort. Als Kassenwart engagierte sich Zweynert sogar noch weit über das Rentenalter hinaus für den Verein. Um die Ausbildung abzusichern, kaufte er das ehemalige Tonwarenwerk in Tanndorf, die Gärtnerei und das Kinderferienlager. Er mietete Kaufhalle und Schulküche an, erwarb in Golzern die damalige Schule, dazu noch ein Heim in Göttwitz. Außerdem übernahm er das Bungalowdorf in Olganitz. Nach dem Vorbild moderner Unternehmen baute er auch die Verwaltung des Freien Trägers auf.

Doris Dornheim, Assistentin des Geschäftsführers, die mit 62 Jahren noch immer im Dienst ist, bezeichnet ihren einstigen Chef als Kämpfernatur: „Herr Zweynert war stets gewissenhaft, er verkörperte eben noch die alte Schule. Immer gab er auch Lernbehinderten eine Chance. Obwohl ihm das Laufen einige Probleme bereitete, ließ er sich nie etwas anmerken. Wenn er die Sache damals nicht mit dieser unbändigen Energie durchgezogen hätte, stünden wir nicht dort, wo wir jetzt stehen.“ Der heutige Geschäftsführer, Christian Kamprad, lobt den Altvorderen in den höchsten Tönen: „Günter Zweynert hatte damals das finanzielle und inhaltliche Fundament gelegt, auf dem wir weiter aufbauen können.“

Zweynert gilt als graue Eminenz. Noch weit nach seinem 70. Geburtstag versammelten sich die ehemaligen Kollegen bei ihm zu Hause am runden Tisch. Das BSW liegt Zweynert nach wie vor am Herzen. Er hat volles Vertrauen zu seinen Nachfolgern und konnte sich daher beruhigt ins Private zurück ziehen. An der Seite seiner Frau Marga unternahm er verschiedene Reisen. Mit dem Auto ging es bis Spanien und zum Nordkap. Der Ford ist entsprechend umgebaut, so dass der Rollstuhlfahrer über eine Rampe ins Wageninnere gelangt. Die Söhne Ulf und Helge kümmern sich liebevoll um die Eltern. Die sitzen oft vor dem Fernseher und verfolgen die Weltnachrichten mit großer Sorge. Günter Zweynert ist trotz seines hohen Alters auf dem neuesten Stand der Technik. „Ich habe meiner Frau ein iPad geschenkt. Darauf mache ich alles – Homebanking, Spiele, Mailverkehr.“ Unter anderem schreibt sich der 86-Jährige mit Verwandten in Amerika, die ihn auch schon in Grimma besucht haben.

Zweynert verpasst keinen Zeitungsartikel über das BSW. Er weiß: Die geburtenschwachen Jahrgänge veränderten alles. Die überbetriebliche Ausbildung tritt mehr und mehr in den Hintergrund, inzwischen suchen die Firmen händeringend nach Lehrlingen. Das ist auch der Grund, weshalb die 100 Mitarbeiter des Trägers neue Wege gehen müssen. Von Schulsozialarbeit in Colditz, Böhlen und Borna über Wohngruppen für Kinder aus schwierigen Familien bis hin zum Projekt „Gegen den Strom“ für gestrandete junge Erwachsene – das BSW entdeckt nun sogar die Senioren als Zielgruppe und kümmert sich perspektivisch auch um junge Flüchtlinge.

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BSW Muldental hilft: Zwölf jugendliche Flüchtlinge kommen nach Tanndorf

LVZ F. Pfeifer | 07.11.2015

Erstbetreuung im Bildungs- und Sozialwerk / Dauerhafte Unterbringung in Colditzer Kernstadt

Colditz. Eine Gruppe von zwölf minderjährigen Flüchtlingen will das Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental in Tanndorf aufnehmen. Der Teil von ihnen, der nach der Überprüfung in Deutschland bleiben darf, soll eine dauerhafte Bleibe in der Kernstadt von Colditz erhalten. Dort ist an der Oberschule die Einrichtung einer Klasse geplant, in der Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet wird.

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Vor reichlich 20 Flüchtlingsunterstützern erläuterte BSW-Geschäftsführer Christian Kamprad am Donnerstagabend im Beratungsraum über dem Zschadraßer Festsaal die Details des Vorhabens, und wie es dazu kam. Demnach handelt es sich um Jugendliche, die es auf sich gestellt schafften, in Deutschland einzureisen, also in der Regel ab einem Alter von zwölf Jahren. Sie wurden bisher von den Jugendämtern der Großstädte betreut, in denen sie aufgegriffen wurden. Diese sind aber überlastet, weshalb sie jetzt verteilt werden.

„Ursprünglich sollten Gruppen von 40 bis 60 Jugendlichen geschaffen werden“, erklärte Kamprad. „Die freien Träger im Landkreis meinten aber, das kommt nicht in Frage. Solche großen Gruppen erschweren die Integration.“

Das Angebot des BSW umfasst deshalb zwölf Jugendliche, eventuell ein bis zwei mehr, wenn dadurch vermieden werden kann, Geschwister zu trennen. Sie sollen in Tanndorf ankommen, wo sie gesundheitlich untersucht werden. Geprüft wird, ob sie einen Pass haben, ihre Altersangaben stimmen und ob es Angehörige in Deutschland gibt.

„Der Teil, der nicht weiter vermittelt wird, soll in Colditz betreut werden“, so Kamprad. „Da geht ES vielleicht um sechs bis acht Jugendliche.“ Zwei Gebäude sind im Gespräch. Die evangelische Kirchgemeinde hat das ehemalige Luisa-Heim im Zentrum vorgeschlagen. Das wäre auch der Favorit von Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos), es müsste aber für viel Geld saniert werden. Deshalb brachte die Stadt als Alternative die BBS ins Spiel, dort wird eine Etage kaum genutzt. „Wir werden uns bald für eine der beiden Lösungen entscheiden“, erklärte Kamprad.

An der Oberschule soll laut Schmiedel zum Jahreswechsel hin oder im neuen Jahr eine DaZ-Klasse eingerichtet werden. „Das kommt aber darauf an, wie viele Flüchtlingskinder wir insgesamt in der Stadt haben“. sagte er. Zurzeit leben 39 Asylbewerber in Colditz, davon fünf Elf- bis 18-Jährige. Nach dem Verteilerschlüssel soll die Kommune rund 120 Flüchtlinge aufnehmen, die stadteigene Wohnungsgesellschaft hat noch freie Räume zur Vermietung.

Die evangelische Pfarrerin Angela Lau schlug vor, eine Kontaktperson für Flüchtlinge zu benennen. Deren Aufgabe, so wurden sich alle schnell einig, lasse sich nicht nebenbei erfüllen. Es müsse eine feste Stelle geschaffen werden, die mit einer geeigneten englischsprechenden Person besetzt wird. Weil das zügig geschehen muss, will sich Schmiedel um eine Förderung kümmern. Langfristig ließe sich das Integrierte Handlungskonzept nutzen, das derzeit erarbeitet wird; ab Sommer 2016 könnte die Stelle zu 95 Prozent über den Europäischen Sozialfond finanziert werden.

 

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4. Juni Ausbildungs- und Studienmesse mit 40 Offerten

LVZ | 26.05.2016

Firmen werben in Grimma um Schulabgänger

GRIMMA. Ein umfangreiches Berufsbildungsangebot für Schulabgänger ist am Sonnabend, 4. Juni, in Grimma zu erleben. Von 10 bis 14 Uhr hat die regionale „Ausbildungs- und Studienmesse“ in der Muldentalhalle, Südstraße, ihre Premiere. bis zum eigentlichen Anmeldeschluss Mitte Mai hatten sich mehr als 40 Aussteller aus Industrie, Handwerk, Handel und der Dienstleistungsbranche registrieren lassen, um hier um die Fachkräfte von morgen zu werben. Zudem können sich die Interessenten über Berufsausbildungsplätze, Studiengänge und alternative Möglichkeiten des Berufseinstieges in Heimatnähe informieren.

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Die Messe wird von den Kommunen des Muldentals, dem Verein Bildungsund Sozialwerk Muldental sowie der Leipziger Volkszeitung veranstaltet. „Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass trotz einer Vielzahl gut entwickelter Firmen in unserer Region die Kenntnis davon bei den potenziellen Bewerbern relativ gering ist“, erklärt Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) den Anstoß für die Messe. Diese bietet den Unternehmen eine zentrale Plattform, auf der sie sich mit interessanten Jobs und Ausbildungsofferten bei künftigen Azubis und Studierenden bekannt machen können. Auch Hochschulen nutzen diese Möglichkeit. Damit bietet die Messe einen umfassenden und kompakten Überblick. Vor allem an die Schüler der 8. bis 12. Klassen gerichtet, werden mehr als 50 Berufe und mehrere Studienrichtungen vorgestellt – die die Besucher an einem Tag und einem Ort kennenlernen können. Der Eintritt ist frei. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung. Auch nach dem Anmeldeschluss haben Firmen und Bildungseinrichtungen noch die Chance auf eine Teilnahme. Anbieter, die kurzfristig mitmachen wollen, können noch bis zum 1. Juni Kontakt zu den Organisatoren aufnehmen. Für regionale Unternehmen ist die Beteiligung an diesem Berufsorientierungstag mit einem Stand beziehungsweise einem Workshop kostenfrei. Ein Anmeldungsformular kann unter www.grimma.de heruntergeladen werden. Für weitere Fragen steht Doreen Anders vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental zur Verfügung, unter der Telefonnummer 03437/7 07 51 16 sowie per E-Mail unter doreen.anders@bsw-muldental.de.

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Karriere in der Heimat: Azubi- und Studientag in Grimma am 04.06.2016

PM | 02.05.2016

Sie bilden aus und sind auf der Suche nach geeigneten Bewerbern? Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass trotz einer Vielzahl gut entwickelter Firmen in unserer Region die Kenntnis davon bei den potentiellen Bewerbern relativ gering ist.

Mit verschiedenen Städten der Region richtet die Stadt Grimma und das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. deshalb erstmalig eine„Regionale Berufs- und Studienmesse“in der Muldentalhalle in Grimma aus. Dieser „Berufsorientierungstag“ soll Schülerinnen und Schüler ansprechen, die sich über Berufsausbildungsplätze, Studiengänge und alternative Möglichkeiten des Berufseinstieges in Heimatnähe informieren möchten. Die Messe findet am Samstag, den 04.06.2016 in der Zeit von 10.00 bis 14.00 Uhr in der Muldentalhalle Grimma, Südstraße 80 statt. 

 

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In verschiedenen Vorgesprächen hat sich gezeigt, dass es den idealen Termin zur Vorstellung nicht gibt. Eine möglichst frühzeitige Vernetzung zwischen unseren regionalen Unternehmen, den Schulen, dem Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. und den Schülerinnen und Schülern zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt macht deshalb aus unserer Sicht Sinn. Deshalb möchten wir Unternehmen aus der Region anbieten, sich kostenfrei am Ausbildungs- und Studientag mit einem Stand oder einem Workshop zu beteiligen. Firmen, die Ausbildungsplätze in den nächsten zwei Jahren vergeben, sollten sich noch bis zum 09.05.2016 einen Platz sichern. Die Art und Weise der Präsentation Ihrer Firma steht allein in Ihrem Ermessen. Ein Anmeldungsformular kann unter www.grimma.de heruntergeladen werden.

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Doreen Anders vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. unter genannten Kontaktdaten zur Verfügung.

 

Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.
Frau Doreen Anders
Karl-Marx-Str. 8
04668 Grimma
Tel. 03437/7075116 oder 0151/65157008
email: doreen.anders@bsw-muldental.de

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Tag der offenen Tür im Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.

PM | 27.04.2016

In der Außenstelle
Am Prophetenberg 7 in Grimma

Tag 25.05.2016 Zeit von 14-19 Uhr

Das Bildungswerk heißt alle Interessierte recht herzlich willkommen.

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Was Sie erwartet?

-Einblicke in unsere Berufsfelder und weitere Projekte des BSW
-Schauarbeiten in den einzelnen Berufsfeldern
-Glücksrad
-Kreatives Gesatlten auf der Bastelstraße
-unser Möbelfundus hat für Sie geöffnet und bietet 10% Rabatt an diesem Tag
-für das leibliche Wohl ist gesorgt mit Kaffee/ Kuchen, frisch gebackenem Brot und Rostbratwurst

Wir wollen Sie über die vielen Ausbildungs- und Arbeitsfelder des Bildungswerkes informieren, dessen Schwerpunkt der Vereinstätigkeit in der Benachteiligten- und Behindertenausbildung mit sozialpädagogischer Betreuung liegt.

Wir freuen uns auf Sie!

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Tag der offenen Tür im Bildungs- und Sozialwerk

PM LVZ | 09.05.2016

Grimma. Einen Tag der offenen Tür führt das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) am Mittwoch, 25. Mai, durch. Das BSW gibt es mittlerweile 25 Jahre in Grimma. Die Bildungsstätte am Prophetenberg 7 in Grimma lädt von 14 bis 19 Uhr ein. „Interessierte sollten die Gelegenheit nutzen, um sich vor Ort über die verschiedenen Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote zu informieren, die Räumlichkeiten kennenzulernen und den Auszubildenden über die Schulter zu schauen“, lädt Ausbildungsleiterin Alexandra Michael vom BSW ein.

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 Der betriebseigene Möbelfundus hat geöffnet und bietet an diesem Tag eine Zehn-Prozent-Rabatt-Aktion an. Neben den Einblicken in die Berufsfelder und weitere Projekte wird es Schauarbeiten, ein Glücksrad und eine Bastelstraße geben. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen, frisch gebackenes Brot sowie ein Grillstand. „Wir wollen die Besucher über die vielen Ausbildungs- und Arbeitsfelder des Bildungswerkes informieren, dessen Schwerpunkt der Vereinstätigkeit in der Benachteiligten- und Behindertenausbildung mit sozialpädagogischer Betreuung liegt“, so Alexandra Michael.cb

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Erlebnispädagogisches Projekt

PM | 30.10.2015

Zum dritten Mal in Folge führte das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. ein erlebnispädagogisches Projekt mit den Teilnehmern der Berufsausbildung durch. Dieses wurde vom Landkreis Leipzig als Kleinprojekt gefördert. Zum ersten Mal erfolgte die erlebnispädagogische Gruppenfahrt in Bietergemeinschaft mit der SBH-Südost, Standort Wurzen.

 

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In Vorbereitung auf die Projektfahrt trafen sich die 17 Teilnehmer sowie deren verantwortliche Sozialpädagogen und Ausbilder zu einer Auftaktveranstaltung, bei der sich alle gegenseitig kennen lernten und gemeinsam die Inhalte, Ziele und Schwerpunkte der Gruppenfahrt erarbeiteten.

In den Herbstferien war es dann soweit und alle verbrachten gemeinsam 4 abwechslungsreiche Tage im Bungalowdorf Olganitz. Zu den erlebnispädagogischen Aktivitäten zählten u.a. eine GPS-Wanderung durch den Wald, das Ausbalancieren als Gruppe auf einer übergroßen Wippe, das Bauen und Ausprobieren von zwei Flößen, der Besuch der Bowlingbahn und des Nudelmuseums in Riesa sowie zahlreiche Interaktionen in der Gruppe.

In der Auswertungsrunde äußerte sich der Großteil der Jugendlichen positiv über die Gruppenfahrt. Trotz des kühlen, herbstlichen Wetters mit morgendlichem Schneeschauer ließen sich die Teilnehmer nicht entmutigen und zeigten viel Freude an den verschiedenen Aktivitäten. Abschließend erhielten alle Jugendlichen eine Urkunde sowie eine Foto-CD.

 

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Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. bedankt sich bei der Town & Country Stiftung

15.09.2015 | PM

Im Rahmen des Town & Country Stiftungspreises werden regional tätige Organisationen, die sich für kranke, behinderte oder anderweitig benachteiligte Kinder engagieren, gefördert. Unterstützt werden gemeinnützige Einrichtungen, Vereine, Organisationen und Projekte.
Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit besonderem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf erhielt das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. einen Scheck in Höhe von 500,00 Euro.

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Mit diesem Geld möchten wir erlebnispädagogische Angebote  realisieren, die zur Förderung eigener Stärken und zur Herausbildung von Kompetenzen beitragen.

Wir bedanken uns auf diesem Weg recht herzlich bei der Town & Country Stiftung für die Geldspende.

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Die 3. Projektphase von „Kompetenzen kompakt“ geht zu Ende

22.07.2015 | PM

Zum 31.07.2015 geht die jetzige Projektphase des seit 2013 an den Oberschulen Colditz, Böhlen (Grimma) und Borna durchgeführten Projektes  „Soziale Schule – sozialpädagogische Begleitung zur Kompetenzentwicklung  für Schüler“  ab der 5. Klasse zu Ende.

Wir blicken auf sieben Monate zurück, in denen wir über 70 Jugendliche individuell sozialpädagogisch begleitet und unterstützt haben, mit dem Ziel sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken und Schuldistanz vorzubeugen.

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Im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit stand eine auf den Einzelfall abgestimmte Förderplanarbeit, die es ermöglichte in individuellen Trainings Schlüsselkompetenzen der Schüler nachhaltig aufzubauen. Durch das ESF-geförderte Vorhaben konnten Strategien für den Umgang mit schwierigen Situationen entwickelt und das Lernverhalten individuell gefördert werden.

Wir möchten uns an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit  mit den Schülern, den Eltern, Schulleitern, Schulsozialarbeitern, Lehren sowie dem Jugendamt des Landkreises Leipzig  und für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Wir wünschen Allen auf diesem Weg eine erholsame Ferienzeit

das Kompetenzteam des BSW Muldental e.V.

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Etappensieg im BSW- Projekt „Gegen den Strom“

26.06.2015 | PM

Pünktlich zum Kindertag fand ein lang geplantes Vorhaben seinen erfolgreichen Abschluss: Der aus 16 Stationen bestehende Barfußweg des durch das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig geförderte Jugendprojektes „Gegen den Strom“ wurde feierlich eingeweiht.

Dieser aus verschiedenen Materialien bestehende Parcours stellt die doch sehr sensible Wahrnehmungsfähigkeit der Füße auf die Probe: Es gilt unter anderem über Heu, Moos, Korken, Sand, Tongranulat, Sägespäne und Glaskugeln zu spazieren.

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Hintergrund eines solchen Barfußweges ist, in Zeiten der inneren Unruhe und des chronischen Zeitdrucks sich bewusst und achtsam selbst wahrzunehmen und sich auf die eigene Mitte zu konzentrieren. Das Abschreiten des Barfußweges ist nicht einfach nur eine Wellness-Einheit für die Füße, sondern ein aktiver Beitrag, zur inneren Ruhe zurückzufinden.

Damit dieser Barfußweg flexibel einsetzbar ist, wurde dieser in Form von 16 transportablen Holzkisten von den Teilnehmern gebaut. Diese sind ineinander stapelbar und individuell befüllbar. So ist der Tanndorfer Barfußweg kein Heimspiel, sondern hat bereits erste Liebhaber gefunden, die diesen für sich bereits gebucht haben.

Für die Teilnehmer von „Gegen den Strom“ in der Trägerschaft des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental e.V. ging ein mühevolles Projekt erfolgreich dem Ende zu. Mit sichtlichem Stolz im Gesicht nahmen sie Dank und Anerkennung, also die Früchte ihrer Arbeit, entgegen.

Gerade für unsere Zielgruppe, für welche der Einstieg ins Ausbildungs- und Arbeitsleben nicht selbstverständlich ist, handelt es sich hier um ein Erfolgserlebnis, vom dem sie hoffentlich noch lange zehren können: das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Bei Interesse den Barfußweg auszuleihen, können Sie sich mit dem Projekt unter 034381/558768 oder per Email unter projekt.haus17@bsw-muldental.de in Verbindung setzen.

Die Teilnehmer sowie das Team des Projektes „Gegen den Strom“

Weitere Infos unter: http://www.bsw-muldental.de/gegen-den-strom.html

PS: Haben Sie ein altes Fahrrad, welches Sie nicht mehr benötigen und spenden würden? Die Fahrradwerkstatt des Projektes macht alte Fahrräder wieder für hilfebedürftige Menschen fahrtüchtig. Abholung möglich!

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Fitness- und Gesundheitstage in der Ausbildung des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental e.V.

15.07.2015 | PM

Unser Ausbildungszentrum in Tanndorf wurde im Juni zum Veranstaltungsort für unsere Fitness- und Gesundheitstage.

Die Jugendlichen aus den Bereichen Ausbildung und Berufsvorbereitung trafen sich zu gemeinsamen Aktionen rund um die Themen Rückengesundheit, Bewegung, Sport und Spiel sowie gesunde Ernährung.

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Im Ausbildungsalltag stoßen wir immer wieder darauf, dass junge Menschen ihren Rücken falsch belasten. Der Rücken gilt als anfällig. Rückenschmerzen beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit. Sowohl bei Auszubildenden, die im Büro arbeiten, als auch bei Handwerkern liegt die Ursache für Rückenbeschwerden häufig an falschen Bewegungen im Rahmen ihrer Arbeit und Ausbildung. Wir luden dazu den Inhaber der Physiotherapie One Touch in Grimma ein, der den Jugendlichen praktische Hinweise dazu gab, wie sie den Ausbildungsalltag, die Freizeit und den Haushalt rückenfreundlich gestalten können. Es wurden rückenschonende Bewegungen und Übungen zur Rückenentlastungen für den Alltagsgebrauch vorgestellt. Die Jugendlichen wurden aktiv einbezogen.

Ein weiterer Schwerpunkt, der aufgegriffen wurde ist die Bewegung. „Wir bemerken zunehmend, dass Jugendliche immer weniger Bereitschaft zeigen sich in ihrer Freizeit, aber auch im Beruf zu bewegen.“ stellte Ausbilder Lutz Moeller fest. Deshalb plante das Ausbildungsteam gemeinsam verschiedene Angebote und Aktionen, welche die Jugendlichen im Stationsbetrieb durchliefen, bei denen sie sich ausprobierten, sich sportlich betätigten und Spaß hatten.

Den Höhepunkt bildete unser Angebot zur gesunden Ernährung. Die Jugendlichen erstellten gemeinsam die Ernährungspyramide und besprachen die Grundsätze der gesunden Ernährung in der Gruppe. Jeder Jugendlichen stellten unter Anleitung von Fachleuten gesunde Snacks und Smoothies her. Im Anschluss wurden die leckeren Produkte verzehrt und alle waren sich einig, dass die Veranstaltung unbedingt wiederholt werden sollte.

Das Vorhaben wurde gefördert und unterstützt durch das Jugendamt des Landkreises Leipzig, Barmer GEK und Mitgas.

 

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10 Jahre im Dienst des BSW

13.07.2015 | R. Kriz

Beim diesjährigen Sommerfest am 9. Juli unseres Vereines wurden fünf Mitarbeiterinnen aus dem Fachbereich Jugenhilfe für Ihr 10-jähriges Jubiläum geehrt.  Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit an Sybill Schwarze, Margit Zacharias, Britta Straube, Monika Räder, Dagmar Kunze (v.l.n.r.).

                                         Foto: BSW R. Kriz


Kindertag 2015 im Jugendcenter Colditz

15.06.2015 | Maria Sembdner

Mehr als 80 Kinder und ihre Eltern verbrachten einen tollen Nachmittag!
Ein dickes Dankeschön an alle Helfer und Unterstützer!!!

Zum diesjährigen Kindertag am 01.06.2015 stand das Jugendcenter wieder für viele Colditzer Kinder und deren Eltern offen, um an lustigen Wettkampfspielen, kreativen Bastelarbeiten und geselligem Beisammensein teilzunehmen.

Vor allem beim Teebeutelweitspucken, beim Gummistiefelweitwurf, auf der Hüpfburg oder bei der Freiweilligen Feuerwehr Colditz, wo ein Turm aus Dosen umgespritzt werden konnte, lautete das Motto für die Kinder: „Viel Spaß und gute Laune“.

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Einen kreativen Kopf durften die Mädchen und Jungen bei Frau Sura (ehemalige Jugendclubleiterin) unter Beweis stellen, indem sie bunt verzierte Wäscheklammern gestalteten. Herr Reth ist ein begnadeter privater Künstler und zeichnete kleine Tierillustrationen vor und die Kinder konnten sie danach ausmalen.
Für die verschiedenen Wettkämpfe waren viele Preise notwendig. Hierbei unterstützten uns zahlreiche Unternehmen und Privatpersonen aus Colditz, wie die BSW Gärtnerei Tanndorf, die Sparkasse und Raiffeisenbank, die Sophien- und Engelapotheke sowie die Allianzversicherung Radtke, Frau Modes der Kita Zwergenland und das Weinhaus Till. Ein herzlicher Dank gebührt weiterhin den Helfern vor Ort, welche die Stand- und Kinderbetreuungen übernahmen. Darunter zählen das Team des JCC e.V., das BSW Muldental, die heilpädagogische Wohngruppe aus Tanndorf sowie die Tagesgruppe aus Golzern. Mit vielen verschiedenen und attraktiven Angeboten konnten wir den Kindern einen besonderen Tag ermöglichen und ihnen zeigen, dass der Kindertag wirklich ihnen gebührt.

Im Namen der Kinder und des Teams möchte ich mich bei den zahlreichen Helfern und Unterstützern des Kindertages 2015 herzlich bedanken, welche die Umsetzung der Veranstaltung möglich gemacht haben. Vielen Dank!

 

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Erfolgreiche „Schul-Skills“ 2015 an der Sophienschule Colditz

07.05.2015 | Ronny Kriz

Aufgrund der guten Resonanz von Schüler/innen, Eltern und der Wirtschaft fand am 06. Mai 2015 eine Neuauflage der „Schul-Skills“ an der Sophienschule Colditz statt. Alle interessierten Unternehmen und Institutionen der Region waren herzlich eingeladen sich an der Kompetenzrallye zu beteiligen.

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Sportliche Herausforderung für Azubis

02.04.2015 | A. Michael

Am 02.04.2015 folgten wir der Einladung der WaldWerkStatt der Diakonie Leipziger Land am traditionellen Hallenturnier am Gründonnerstag teilzunehmen. Unsere Auszubildenden spielten dort gegen zwei weitere Mannschaften der WaldWerkStatt und der AWO Grimma im Dreierturnier erst Volleyball und danach Fußball. Insgesamt 10 Jugendliche des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental e.V. aus den Bereichen Berufsvorbereitung und Ausbildung sowie aus unterschiedlichen Berufsfeldern kämpften gemeinsam um den Wanderpokal.

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 Trotz der gemischten Zusammenstellung der Jugendlichen und der Tatsache, dass sich nicht alle untereinander kannten und auch nicht im täglichen Training stehen, kam schnell Teamgeist und Engagement auf. Jeder setzte sich für den anderen ein. Es bestanden keine Berührungsängste. Die Atmosphäre war gut und alle Mannschaften lieferten sich ein faires Spiel. Obwohl es zum Schluss doch nicht zum Sieg reichte, gaben alle Jugendlichen ihr Bestes, hatten gemeinsam viel Spaß und erlebten mal einen etwas anderen Ausbildungstag.

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Jugendprojekt „Gegen den Strom“ feiert einjähriges Bestehen

23.02.2015 | C. Arnast

Am 03.02.2014 öffnete das eigens für das Projekt  erworbene  Projekthaus an der Mulde in Tanndorf seine Pforten. Zum damaligen Zeitpunkt noch karg und renovierungsbedürftig, begann es im vergangenen Jahr zu erblühen. Tatkräftige Arbeit leisteten die jeweils bis zu 12 Jugendlichen zusammen mit ihrem Projektteam. Bis heute wurden Räume renoviert, Fußböden verlegt, und weitere Zimmer  für unsere Zielgruppe bezugsfertig eingerichtet sowie eine Fahrradwerkstatt ins Leben gerufen.

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Möglich war dies durch die Projektfinanzierung des Kommunalen Jobcenters und durch Unterstützer, die durch Sachspenden einen guten Start ins Projekt ermöglichen konnten.

Obi in Grimma unterstützte uns z.B. mit dem kostenlosen Montieren der Obiküche,  sowie einer Pflanzenspende von Obstbäumen aus dem Markt in Oschatz.

Wir legten den Grundstein für eine gute Selbstversorgung auch im Kartoffelanbau. Unter anderem können wir jetzt noch von unserer Ernte im Herbst unsere Mittagsversorgung abdecken.

Speziell an unserem Projekt ist, dass es sich an benachteiligte junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren richtet, die durch Schul- oder Ausbildungsabbruch, problematische Familienverhältnisse und Defizite in der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit wieder an die Erfordernisse des Arbeitslebens längerfristig herangeführt werden. Sie erhalten durch das Projekt eine zweite Chance, im Arbeitsleben Fuß zu fassen, beispielsweise durch die Aufnahme einer Ausbildung und Anlerntätigkeit. Dabei stehen eine verlässliche Tagestruktur, die Stärkung der Schlüsselkompetenzen, sowie die Steigerung der Motivation und der Belastbarkeit im Vordergrund. Im familiär geprägten Klima des Projektes „Gegen den Strom“ stehen dabei neben den Ausbildern auch psychologische und sozialpädagogische Fachkräfte mit Rat und Tat zur Seite. Da die Ursachen der erschwerten Ausbildungsaufnahme nicht selten im persönlichen Umfeld liegen, dienen freizeitpädagogische Angebote dazu, dass die jungen Frauen und Männer Anregungen für eine gesündere Freizeitgestaltung erhalten und umzusetzen lernen.

So konnten sich unsere Teilnehmer Anfang des Jahres im Hochseilgarten in Grimma beweisen, ihre Grenzen im positiven Sinne überschreiten, Ängste überwinden und hatten dadurch ein Erfolgserlebnis der besonderen Art. Nicht allen Teilnehmern gelang es, die in der Regel einjährige Zuweisung durch das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig durchzuhalten. Kleinschrittige Maßnahmen sind nötig, mit den Teilnehmern gemeinsam eine Grundstabilität zu entwickeln. Und dies verlangt Zeit und Geduld.

Die nächsten Etappenziele werden Praktika, zur freien Erprobung in der Wirtschaft sein, bzw. werden bereits durchgeführt.

Parallel dazu beweisen unsere Teilnehmer Durchhaltevermögen in der weitern Gestaltung der Räumlichkeiten und können ihre Ideen kreativ, z.B. im Graffiti-Raum, verwirklichen.

Im Rahmen eines Frühlingsprojektes soll ein Barfußweg erbaut werden, welcher bei Fertigstellung dem vom BSW betreuten Kindern, Jugendlichen und Senioren zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt wird.

Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft des Projektes „Gegen den Strom“ und freuen uns auch weiterhin, unsere Teilnehmer auf dem steinigen Weg ins Berufsleben begleiten zu können.

 

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Jugendnotdienst und Seniorenzentrum unter einem Dach

07.01.2015 | LVZ Haig Latchinian

Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) wird 25 / Erste Notfall- Einrichtung für Kinder in Tanndorf eröffnet / Neue Tagespflege für Senioren bietet 20 Plätze

Colditz/Tanndorf. Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) wünscht sich zu seinem diesjährigen 25. Geburtstag weniger Präsente als vielmehr Erfolg. Den werden Geschäftsführer Christian Kamprad und seine 100 Mitarbeiter brauchen. Denn dieser Tage eröffnet der freie Träger auf seinem Tanndorfer Gelände ein Projekt, das seinesgleichen sucht: Kinder- und Jugendnotdienst mit Seniorenzentrum unter einem Dach.

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"Wir haben Probleme, Kinder unterzubringen", sagt Thomas Pfeifer, Leiter des Jugendamtes des Landkreises Leipzig. Kinder, die sich aus einer Notlage heraus bei der Polizei oder in einer Klinik melden. Kinder, die nach Hinweisen sofort aus ihrer Familie herausgeholt werden müssen. Nach Pfeifers Angaben erhält der Landkreis im Jahr mehr als 450 Meldungen von Kindeswohlgefährdung. In durchschnittlich 70 Fällen müsse rasch gehandelt werden. Meist seien es 14- und 15-Jährige, die das Jugendamt dann zunächst in Obhut nehme. In Tanndorf stehen dafür zwei Einzel- sowie drei Zweibettzimmer zur Verfügung. Sozialpädagogen sind rund um die Uhr anwesend. Bisher habe Borna oft genug in anderen Kreisen und Großstädten anfragen müssen, ob gefährdete Kinder vorübergehend unterkommen könnten. Meist vergeblich. Denn bei den Nachbarn ist die Kapazitätsgrenze längst erreicht. Um so wichtiger sei die Bereitschaft des BSW, so Pfeifer. Laut Brigitte Laux, Sprecherin im Landratsamt, sei mit Kosten von etwa 300 000 Euro pro Jahr zu rechnen. 25 Jahre BSW - eine Erfolgsgeschichte. Dabei gründete sich der freie Träger unmittelbar nach der Wende aus der Not heraus. "Das war die Zeit, als in Grimma der Chemieanlagenbau abgewickelt wurde und weit über 200 Lehrlinge plötzlich ohne Ausbildungsbetrieb dastanden", erinnert sich Doris Dornheim, BSW-Mitarbeiterin der ersten Stunde. "Wir gründeten zunächst einen Förderverein, der all die angehenden Instandhaltungsmechaniker, Köche und Bürokaufleute auffing. Bald darauf bekamen wir vom Arbeitsamt weitere junge Leute zugewiesen, die sonst auf der Straße gestanden hätten." Einer grassierenden Jugendarbeitslosigkeit setzten Kollegen wie Mitinitiator Günther Zweynert oder der langjährige Vorsitzende Bernhard Weigel besagtes BSW entgegen. Dabei gab der Träger immer auch Lernbehinderten eine Chance. Mitte der 90er-Jahre wurde in Tanndorf das ehemalige Tonwarenwerk zu einem modernen Ausbildungszentrum um- und ausgebaut. Vom Maurer bis zum Maler - in der Spitze unterrichtete man hier bis zu 600 Teilnehmer. "Die geburtenschwachen Jahrgänge veränderten alles. Die überbetriebliche Ausbildung trat mehr und mehr in den Hintergrund, inzwischen suchen die Firmen händeringend nach Lehrlingen", so Geschäftsführer Kamprad, der neue Wege gehen musste. Von Schulsozialarbeit in Colditz, Böhlen und Borna über Wohngruppen für Kinder aus schwierigen Familien bis hin zum Projekt "Gegen den Strom" für gestrandete junge Erwachsene - das BSW entdeckt nun sogar die Senioren als Zielgruppe. 200 000 Euro investierte der freie Träger in den Ausbau des Erdgeschosses. Pflegedienstleiterin Liane John und ihre Kollegin Anke Michel zeigen nicht ohne Stolz die barrierefreien Räume - den Wohnbereich, die Küche samt Esszimmer, den Sport- und Therapieraum: "Montags bis freitags, 8 bis 16 Uhr, haben wir geöffnet. Kommen kann jeder - egal, ob fünfmal in der Woche oder stundenweise, ob mit Pflegestufe oder ohne, ob zum Friseur oder zur Fußpflege." Das Team des Seniorenzentrums freut sich auf Spiele, Filme, Fasching und so manchen Ausflug. "Wie wäre es zum Beispiel mit einer Fahrt zur Obstblüte nach Dürrweitzschen?" Der Bedarf sei riesengroß: "Immer mehr ältere Menschen drohen zu vereinsamen. Während deren Angehörige auf Arbeit sind, werden sie bei uns rundum versorgt, können dadurch in ihrem gewohnten Umfeld bleiben", weiß BSW-Geschäftsführer Kamprad. Er verspricht sich von der räumlichen Nähe zwischen Tagespflege und Kindernotdienst interessante Konstellationen: "Warum sollte eine Seniorin einem Kind nicht mal was vorlesen? Vielleicht kommen beide dadurch ja sogar ins Gespräch." Das 25. Jahr des BSW wird spannend, so spannend, dass eine Studentin in Roßwein sogar ihre Masterarbeit über die unter einem Dach befindlichen Tagespflege und Kindernotdienst verfasst.

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Kinder- und Jugendnotdienst beginnt Arbeit im Landkreis Leipzig

07.01.2015 | R. Kriz                                

Inobhutnahmeeinrichtung in Tanndorf fertiggestellt

Am 11. Dezember 2014 wurde im Colditzer Ortsteil Tanndorf ein neuer Kinder- und Jugendnotdienst im Beisein von Landrat Dr. Gerhard Gey seiner Bestimmung übergeben. Die sogenannte „Inobhutnahme“ ist eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche, die bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung bis zu 8 Betroffene aufnehmen kann.

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„Die Verdreifachung  der Fallzahlen gegenüber 2008 zwingt uns neue Betreuungsformen auszuprobieren, weil Wohngruppen diese nicht mehr abfedern können“, beschreibt  Gey die derzeitige akute Lage.  Allein 2013 schlagen 70 Fallzahlen zu Buche. Cristian Kamprad – Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental (BSW) will sich zukünftig mit seinem Team dieser speziellen Kurzzeitbetreuung  von Kindern und Jugendlichen intensiv widmen und beschreibt dabei das Bild einer Bushaltestelle wo man ankommen, verweilen aber auch wieder abfahren kann. In der Zeit werden die Kinder durch sozialpädagogische Fachkräfte 360 Tage 24 Stunden in liebevoll eingerichteten Einzel- bzw. Doppelzimmern betreut. In dem Prozess wird dann versucht mit den Eltern bzw. Sorgeberechtigten sowie weiteren Partnern nach  individuellen Lösungen zu finden. „Von der Ideenskizze bis zur Einweihung sind nicht einmal 9 Monate vergangen“,  freut sich Kamprad über die schnelle Realisierung des Konzeptes am Ausbildungszentrum Tanndorf.   Inhaltliche Unterstützung erhielt er dabei vom Internationalen Bund (IB).  Dirk Weishaupt, Regionalleiter des IB spricht von einem vielschichtigen und partnerschaftlichen Vorhaben , bei dem weitere Träger und Institutionen sich einbringen sollen! Speziell für das Clearing-Verfahren  werden noch interessierte Partner gesucht so Weishaupt weiter. Die rund 40 anwesenden Gäste  konnten bei einem Rundgang im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung die Räumlichkeiten persönlich in Augenschein nehmen und tauschten  erste Kontakte aus.  

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BSW erhielt Weihnachtsspende

04.12.2014 | R. Kriz

Im Jahr 2014  unterstützten enviaM und MITGAS wieder soziale Einrichtungen und Vereine im Landkreis Leipzig mit 5500 Euro. In der Vorweihnachtszeit erhielten die Jugendlichen aus dem Ausbildungszentrum in Tanndorf einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro von Manfred Schwerdtner, Kommunalbetreuer der Unternehmensgruppe überreicht.

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„Die Spende ist nicht zweckgebunden, sollte aber den Jugendlichen im Ausbildungsbereich zugutekommen“ betont Schwerdtner. „In diesem Jahr planen wir mit allen Bereichen eine gemeinsame Gesundheits- und Fitnessrallye“ blickt Sozialpädagogin Alexandra Michael schon mal in die Zukunft und kann sich dafür den Spendeneinsatz, für den sie sich im Namen vom Verein recht herzlich bedankt,  gut vorstellen. 

 

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Kürbis-Kokos-Suppe und Apfelspalten mit Dip

16.10.2014 | Cornelia Braun

Oberschule Böhlen beteiligt sich mit Obstland AG am 4. sächsischen Tag der Schulverpflegung

Grimma/Böhlen. Auf dem Schulhof duftete es vorgestern verlockend. Bunte Obstland-Fahnen zogen das Interesse der Schüler und Lehrer der Oberschule Böhlen auf sich. Die Schule beteiligte sich am sächsischen Tag der Schulverpflegung. Zum vierten Mal organisierte diesen die Verbraucherzentrale Sachsen.

 

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 Der Tag stand unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Christine Clauß. Das Motto lautete "International trifft regional". "So galt es, sowohl die Saftbar und die Äpfel der Obstland AG, die zur Verkostung bereit standen, als sich auch an der exotisch anmutenden Kürbis-Kokos-Suppe, den Kartoffelspalten "American Style" mit Dip und den Gemüse- Puten-Spießen mit Paprika-Chili Cutney auszuprobieren", sagte die Schulsozialarbeiterin Peggy Pfuhl. Um all diese Köstlichkeiten genießen zu können, waren im Vorfeld viele fleißige Helfer gefordert. Dazu gehörten die Mitarbeiter der Obstland AG, Anja Stoppe und Sven Kamann, aber auch die Schüler der Oberschule, die im Rahmen des Ganztagsangebotes "Fit und gesund" alle Vorbereitungen in Eigenregie übernommen hatten. "Auch künftig werden die gesunden Tage mit schmackhaften Highlights den Schulalltag begleiten. Außerdem sind weitere kooperative Projekte, unter anderem in Richtung Berufsorientierung, und Kennlerntage gemeinsam mit der Obstland vorgesehen", so die Schulsozialarbeiterin.

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„Ich gehe in meiner Arbeit auf“

05.09.2014 | LVZ Roger Dietze

Colditz. Nach den Ferien ist für Maria Sembdner vor den Ferien. Kaum hat die Leiterin der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Jugendcenter Colditz (JCC) die letzten Übernachtungsgäste im Rahmen des Sommerferien-Programms verabschiedet, denen bei einer Nachtwanderung von eigens angeheuerten Gespenstern ein gehöriger Schrecken eingejagt wurde, da stecken die Sozialpädagogin und das Team ihres Trägers - das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. (BSW) - bereits schon wieder mitten in den Vorbereitungen für die Herbstferien.


                                        

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„Für die gemeinsam mit dem Verein „KinderZeit“ in Tanndorf veranstaltete Kinderspielstadt in der ersten Ferienwoche sind noch Plätze frei“, wirbt die 26-Jährige in eigener Sache. Wobei Werbung für die JCC-Ferienangebote nicht unbedingt notwendig ist. „In den Sommerferien sind fast alle Angebote gut bis sehr gut angenommen worden, sodass ich sogar einigen Eltern bei manchen Veranstaltungen absagen musste“, so Maria Sembdner, die mit ihren Schützlingen unter anderem auf Schatzsuche ging, den Freizeitpark Plohn besuchte, in der Sternwarte nach den Sternen griff und das perfekte Dinner zusammenstellte.

Dabei hatte die gebürtige Ostsächsin aus der Nähe von Kamenz, die zuletzt in psychiatrischen Kontakt- und Beratungsstellen tätig war, bis zur Übernahme der Leitung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im vergangenen Herbst nur wenig Erfahrung im sozialpädagogischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen gesammelt. „Ich war schon ein wenig gespannt darauf, wie die Sache anlaufen würde, kann aber nach einem knappen Jahr sagen, dass mir die Arbeit nicht nur sehr gefällt, sondern dass ich in ihr regelrecht aufgehe.“ Dabei komme ihr zugute, dass sie sich auf den Nachwuchs einlassen könne und - im Rahmen ihrer Leitungstätigkeit - offen für jeden Blödsinn sei. „Kinder mögen es sehr, wenn Erwachsene zu `Kindern´ werden und sich auf sie einlassen“, hat die 26-Jährige ihre Beobachtungen gemacht. Dabei hofft sie, dass dieses gute Verhältnis zu den JCC-Gästen dabei mithelfen kann, eine stärkere Frequentierung des von dem Jugendcenter angebotenen „Offenen Treffs“ zu erreichen. Dort können die Kids ihre Zeit im JCC täglich frei gestalten. Dafür sind allerhand Spieluntensilien und auch Kreativmaterial vorhanden. „Die Nutzung dieses Angebotes ist auf jeden Fall noch ausbaufähig, wir stehen diesbezüglich allerdings wie andere Jugendeinrichtungen auch in einem Wettbewerb zu Fernseher, Computer und den diversen sozialen Netzwerken, so die Sozialpädagogin, die ihre Leitungsfunktion derzeit zu gut 75 Prozent im Rahmen ihrer Anstellung beim BSW ausübt. In der übrigen Arbeitszeit führt Maria Sembdner, zusammen mit einer Kollegin, auf Mutterschaftsvertretung das Kompetenztraining an der Oberschule fort, in dessen Rahmen die Döbelnerin mit sozialstarken ebenso wie mit sozialschwächeren Schülerinnen und Schülern am Ausbau von Fähigkeiten etwa in den Bereichen Persönlichkeit, Konzentration und Ausdauer arbeitet. Die auf diese Weise aufgebauten Kontakte lässt die studierte Sozialpädagogin wiederum dem Jugendcenter zugute kommen. „Dass wir beispielsweise in diesem Jahr unsere Ferienangebote den Zeugnissen beilegen konnten, ermöglichte uns einen unmittelbaren Zugang zu unserer Zielgruppe“, so Maria Sembdner, die im JCC auf eine handvoll engagierte Vereinsmitglieder im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zurückgreifen kann. „Auch mit dem JCC-Vorstand klappt die Zusammenarbeit problemlos.“                                                                       

 

 

 

 

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BSW will in Grimma durchstarten

01.08.2014 | LVZ Cornelia Braun

Gemeinnütziger Verein baut Standort am Prophetenberg aus

Grimma/Tanndorf. Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) will sich verstärkt in Grimma engagieren. Es hat seinen Hauptsitz in dem Colditzer Ortsteil Tanndorf. Dort soll ab 1. Oktober eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren mit 14 Plätzen eröffnet werden. "Wir müssen uns den Erfordernissen auf dem Arbeitsmarkt anpassen", sagte Geschäftsführer Christian Kamprad. Die Infrastruktur sei einfach besser in Grimma. "So befinden sich die Bildungsstätte Am Prophetenberg sowie die Einrichtung unserer Tochter für Erwachsenenqualifizierung, Institut für Fortbildung und Umschulung GmbH (IFU), in der Karl-Marx-Straße unmittelbar am Bahnhof und am Busknotenpunkt", so Kamprad, der seit 2005 die Geschäfte des BSW leitet.

Weiterbildung: Nicky Güttner (r.) bildet Erwachsene am Computer aus und führt mit ihnen ein Bewerbungstraining durch. Foto: Andreas Röse

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 "Unser Bildungs- und Sozialwerk entstand 1990 auf Initiative von Berufsschullehrern und IT-Spezialisten und beschäftigte sich zunächst mit EDV-Kursen und der Ausbildung der ehemaligen Auszubildenden des Chemieanlagenbaus Grimma", sagte er. In Tanndorf begann die Arbeit des BSW mit der Ausbildung von jungen Leuten. Nach und nach hatte man eine Ausbildungsstätte geschaffen, in der vorrangig sozial benachteiligte Jugendliche ausgebildet wurden. Das BSW ist als freier, gemeinnütziger Träger der Jugendberufshilfe und der Jugendsozialarbeit überregional tätig. Insgesamt verfügt das BSW über 100 Mitarbeiter, davon sind 15 in Grimma auf dem Gebiet der Rehabilitation tätig. "Denn ein Schwerpunkt der Vereinstätigkeit liegt derzeit in der Benachteiligten- und Behindertenausbildung mit sozialpädagogischer Begleitung", so der Geschäftsführer. "Unsere Mitarbeiter haben dafür an zahlreichen Qualifikationen teilgenommen, um die erforderlichen Abschlüsse zu erwerben", zollte er seinen Mitarbeitern Respekt. Seit 2013 wurde die Ausbildung unter anderem für die Büro- und Bauberufe schrittweise von Tanndorf nach Grimma verlegt. In diesem Jahr kamen die Köche hinzu. "Wenn im September das neue Ausbildungsjahr beginnt, werden wir 30 bis 35 neue Auszubildende begrüßen können", so Kamprad. Darunter würden sich allein 15 Rehabilitanten befinden. Insgesamt werden mehr als 100 Jugendliche ausgebildet. "Denn eine Vollzeitausbildung dauert in der Regel drei Jahre", sagte er. "Wir legen großen Wert darauf, dass wir die Menschen, die bei uns ausgebildet werden, sozial begleiten", informierte der Geschäftsführer. So bestehe mit über 100 Unternehmen eine enge Kooperation. "Wir suchen für unsere Rehabilitanten möglichst wohnortnah einen Praktikumsplatz. Wir treffen Absprachen mit den Unternehmen, damit die Teilnehmer vereinbarte Tätigkeiten dort üben können. Wir sind froh darüber, dass die Unternehmen viel Verständnis zeigen", erklärte der Geschäftsführer. Dazu gehören unter anderem die Grimmaer Unternehmen Faun Viatec GmbH, Ege-Fenster GmbH & Co KG und Obi. Während am Prophetenweg derzeit Sommerferien angesagt sind, geht die Erwachsenenqualifizierung durch die Tochterfirma IFU in der Karl-Marx-Straße weiter. "Im Durchschnitt werden 200 Erwachsene pro Jahr in unterschiedlichen Bereichen qualifiziert", sagte der Dozent und Sozialpädagoge Nicky Güttner, der derzeit mit Langzeitarbeitslosen ein Computer- und Bewerbungstraining absolviert.

 

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WERKstattSCHULE

16.07.2014 | A. Michael

Auch im Schuljahr 2013/2014 führte das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. wieder gemeinsam mit der Schule für geistig Behinderte - Waldschule Grimma das Projekt „WERKstattSCHULE – Inklusion praktisch erleben“ durch. Innerhalb des Projektes, welches vom Landkreis Leipzig gefördert wurde, arbeiteten geistig behinderte Jugendliche und Auszubildende des Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. zusammen.

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Im Rahmen des Unterrichtsfaches „Arbeit und Beruf“ kamen immer freitags fünf Schüler der Waldschule mit ihrer Lehrerin ins Ausbildungszentrum nach Tanndorf, um in der Holzwerkstatt praktisch tätig zu werden und stellten u.a. einen Fühlkasten, Bilderrahmen und Stifthalter her. Bei dieser Kooperation standen die Entwicklung der motorischen, kognitiven, emotionalen sowie sozialen Fähigkeiten der behinderten Schüler in Vordergrund. Der Umgang mit unterschiedlichsten Materialien weckte das Interesse und die Kreativität der Schüler, so dass sie ihre Vorstellungen und Ideen mit einbrachten. Es entstanden Arbeitspartnerschaften zwischen den behinderten und nicht behinderten Jugendlichen. Die Schüler lernten kleine Handgriffe und Fertigkeiten nicht nur vom ausgebildeten Personal, sondern auch von den Auszubildenden. Die Auszubildenden übernahmen Vorarbeiten, z.B. den Zuschnitt an der Maschine. Die Waldschüler bearbeiteten die Produkte weiter, z.B. Schleifen und Farbanstrich. Gemeinsam hatten alle viel Spaß und beendeten das Projekt bei einem gemütlichen Frühstück in der Waldschule.

Wir freuen uns darauf die Zusammenarbeit auch im nächsten Schuljahr fortzuführen.

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"Gegen den Strom" startet an der Mulde 17

24.01.2014 | LVZ H. Latchinian

800 000-Euro-Pilotprojekt in Tanndorf: Bildungsträger macht Jugendliche aus prekären Verhältnissen fit für den Arbeitsmarkt

Colditz/Tanndorf. Sie sind erst zwischen 18 und 25 Jahren jung, doch schon mehrfach gestrandet. In einem kreisweiten Pilotprojekt mit dem Titel "Gegen den Strom" sollen schon ab kommender Woche vorerst zwölf sozial benachteiligte Jugendliche wieder an Bord der Gesellschaft geholt werden.

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Passenderweise in einem Haus unweit der Mulde, das - wenn auch nur geringfügig - von der Juniflut betroffen war. Wohnen, Qualifizieren, Arbeiten - das sind die drei Säulen des ambitionierten Vorhabens, für das der Kreistag auf seiner jüngsten Sitzung grünes Licht gab.
Schwierige Elternhäuser, Schulverweigerung, Suchtprobleme, kleinere kriminelle Delikte - Christian Kamprad, Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental (BSW), will im Colditzer Ortsteil Tanndorf genau den jungen Leuten eine weitere Chance geben, die von anderen bereits abgeschrieben wurden: "Eigens dafür haben wir in unmittelbarer Nähe zu unserer Ausbildungsgärtnerei ein Grundstück übernommen. Bis zur Flut wohnte in dem Haus noch eine einzelne Dame, die jedoch nicht wieder einziehen wollte. Nach den Vorstellungen der Projektteilnehmer werden wir zunächst die Räume gestalten - von Küche über Gemeinschaftszimmer bis hin zur Wohnung." Zwar sei ein Projekttag von 7.30 bis 16 Uhr angesetzt, doch bestehe auch die Möglichkeit, im Objekt zu übernachten: "Was nützt es, wenn wir uns den ganzen Tag Mühe geben und die Betreffenden abends in ihre prekären Verhältnisse zurück kehren?", so Kamprad.
Projektleiterin Claudia Arnast schart geballte Kompetenz um sich. Ob Sozialpädagoge, Lehrer, Ausbilder oder Psychologe - alle wollen sich eingehend mit den Jugendlichen beschäftigen. Entsprechend ihrer Fähigkeiten werden sie zusammen tapezieren, Fahrräder bauen, einen Gemüsegarten anlegen, gemeinsam kochen, essen und dabei vor allem ins Gespräch kommen.
Seit 1990 engagiert sich das BSW mit rund 100 Mitarbeitern in der Region Colditz-Grimma-Naunhof etwa in der Berufsvorbereitung, Jugendhilfe und Erwachsenenqualifizierung. Ein Projekt speziell für mehrfach gehandicapte Heranwachsende sei jedoch neu. Das Kommunale Jobcenter des Landkreises nahm die Anregung des BSW dankend auf und beauftragte den gemeinnützigen Verein mit der Umsetzung. Der Kreistag bestätigte das Vorhaben vorerst für 2014 bis 2016. Die Kosten betragen etwa 800000 Euro. Den Großteil der Summe übernimmt das Jobcenter.
Laut Jörg Altmann, Amtsleiter des Jobcenters, sei im Vorfeld der Bedarf ermittelt worden: "Die Liste der Jugendlichen, die sich zur Mitarbeit bereit erklärten, ist länger, so dass wir mühelos Nachrücker nominieren können, sollte nächste Woche einer der zwölf Starter fernbleiben." Fordern und fördern: Altmann hofft, dass möglichst viele der Teilnehmer in den Besitz der "Eintrittskarte für den Arbeitsmarkt" kommen.
"Gegen den Strom" - der Titel sei nicht umsonst so provokativ gewählt, sagt Christian Kamprad vom BSW: "Es wird sicher nicht leicht. Sollten wir zumindest einige der ,Schiffbrüchigen' in ruhiges Fahrwasser bringen, wäre das Geld gut angelegt. Wer weiß, vielleicht bekommen wir ja schon den einen oder anderen bis zum Ausbildungsstart im Herbst fit. Wie gesagt, die Schlange der Wartenden ist lang." Haig Latchinian

Die Heimstatt: In diesem leerstehenden Tanndorfer Haus ist das Pilotprojekt geplant. Der Instandhaltungsaufwand sei überschaubar, heißt es. Foto: Andreas Röse

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014

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