Heilpädagogische Wohngruppe „Heidekids“

Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben sich zu offenbaren. (Maria Montessori)

Zwischen den Orten Wermsdorf und Oschatz befindet sich der Collmberg. Er ist die höchste Erhebung der Region (am unteren Dreieck von Leipzig, Berlin und Dresden) mit 312 über NN Metern. Auf dem Weg dorhin kommt man an dem 2018 eingeweihten Naturhaus für unsere Wohngruppe vorbei. Mit seiner exponierten Lage mitten in der Natur, ist es ein Ruhepol für seine Bewohner. Die Bushaltestelle direkt vor der Haustür ermöglicht eine sehr gute infrastrukturelle Anbindung.

 

 

Gesetzliche Grundlage

Leistungsvereinbarungen basieren auf der Grundlage des § 78b des SGB VIII im Freistaat Sachsen.

Der Leistungserbringer leistet Hilfe zur Erziehung zum selbstständigen Leben für Kinder und Jugendliche mit unzureichenden Sozialisationsbedingungen im Rahmen der §§ 34 und 34 in Verbindung mit § 35a SGB VIII.

Das Regelleistungsangebot umfasst die stationäre Unterbringung mit pädagogischer Betreuung. Zusätzlich können pädagogische Fachleistungsstunden für individuelle Hilfen geleistet werden.

 

Zielgruppe

Wir bieten Kindern und Jugendlichen ab 5 Jahren ein vorübergehendes oder dauerhaftes Zuhause. Unser Angebot eignet sich besonders auch für Kinder und Jugendliche mit:

- körperlichen Einschränkungen,
- Sinnesbehinderungen,
- geistiger- und Lernbehinderung,
- seelischer Behinderung,
- Verhaltensauffälligkeiten,

wenn diese aufgrund der Schwere nicht in einer behindertengerechten Einrichtung betreut werden müssen.

Junge Menschen sollen Aufnahme finden, wenn sie sich in ihrem bisherigen Umfeld nicht ausreichend entwickeln können.

 

 

Platzzahl/Gruppengröße

Die Kapazität der Gesamteinrichtung beträgt sechs Plätze, d.h. eine Gruppe.

 

Ziele der Unterbringung sind:

  • die Rückführung des Heranwachsenden in seine Herkunftsfamilie,
  • im Falle keiner Rückführung in die Familie, gemeinsames Finden von langfristigen Lebensperspektiven,
  • durch Verbindung von Alltagsleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten die Kinder/Jugendlichen in ihrer Gesamtheit fördern,
  •  individuelle, ganzheitliche Wahrnehmung und Förderung des jungen Menschen in seiner Entwicklung
  • die Vermittlung von lebenspraktischen Fähigkeiten,
  • die Stabilisierung der Persönlichkeit,
  • zielorientierte schulische Förderung,
  • das Erlernen adäquater Verhaltensweisen und Problem- sowie Konfliktlösungsstrategien,
  • Förderung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl sowie sozialer Kompetenzen.

 

Fachliche Ausrichtung:

·         Lernprozesse mit besonderen Erlebnissen und Herausforderungen verbinden. Hierzu besteht die Möglichkeit von individuellen Einzelangeboten, die den Entwicklungsprozess unterstützen.

·         Lebensweltorientierung d. h., den ganzen Menschen mit seinen Bedürfnissen, Defiziten und Besonderheiten zu respektieren und in sein soziales Umfeld einzubeziehen.

·         Das methodische Vorgehen richtet sich nach dem Entwicklungsstand des Kindes/Jugendlichen. Dieser wird durch wöchentliche Dienstberatungen und turnusmäßige Hilfeplanung reflektiert.

·         Eindeutigkeit, Nachvollziehbarkeit und Transparenz des Handelns der Sozialpädagogen und Erzieher.

·         Enger Kontakt zu Familien, Schulen, Ausbildungsstätte,  Ärzten und Jugendamt ist die Grundlage für die pädagogische Arbeit.

·         Erlebnispädagogische Ansätze mit Sport und in der Natur, Snoezelen und  kreative Angebote dienen als heilpädagogische Fördermaßnahmen.