Pro Migrantum

Integration, Kommunikation und Teilhabe im Landkreis Leipzig

Zur Förderung der sozialen Integration und gleichberechtigten Partizipation von Menschen mit Migrationshintergund hat das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. eine Kontaktselle gegründet. Hier werden verschiedene Angebote und Projekte zum gegenseitigen Austausch von Migranten und Einheimischen seit dem Jahr 2016 und der erfolgreichen Kontaktstelle 2017 einfließen. Aufgabe ist es, den Prozess zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im sozialen,rechtlichen oder gesellschaftlichen Bereich weiter zu unterstützen. Wir fördern mit verschiedenen Angeboten und Projekten den gegenseitigen Austausch von Migranten und Einwohnern des Landkreises Leipzig. Ziel ist es außerdem, Vorurteile aufzuspalten und ein gemeinsames Miteinander zu erreichen. Gleichzeitig soll auch das Wohlbefinden über Freizeit- und Kontaktangebote gefördert werden.

Aktivitäten

18.10.2018 Abenteuer Gärtnerei

Unter dem Motto „Abenteuer Gärtnerei“ sind wir gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen nach Tanndorf gefahren, um die dortige Gärtnerei zu besuchen. Nach der Zugfahrt sind wir in Tanndorf angekommen und vom Bahnhof zur Gärtnerei gelaufen, wo wir von den Mitarbeitern freundlich empfangen wurden. Nach einer ersten Erkundungstour durch die Hallen und den ersten Eindrücken über verschiedene Pflanzen- und Blumenarten, haben wir angefangen passend zur Jahreszeit Kürbisse zu verzieren. Die Kinder konnten hierbei ihre Kreativität vollen ausschöpfen. Nachdem wir zum Mittag in der noch warmen Sonne gegessen haben, nutzen wir die bereits zwei Tage zuvor angemalten Tetrapacks und bepflanzten sie mit Blumen. Diese haben die Kinder mit nach Hause genommen und konnten ihren Eltern stolz von ihrem Erlebnis in der Gärtnerei erzählen.

16.10.2018 Kreatives Gestalten in der Ferienzeit

Heute waren mal die Kleineren unter uns gefragt – die Kinder. 19 Kinder unterschiedlichsten Alters, haben aus Milch– und Safttüten (Tetra-Packs) nachhaltige Pflanzgefäße hergestellt und gestaltet. Zuerst wurden die Tetra-Packs zugeschnitten und grundiert. Die Kinder haben sich für verschiedene Grundierfarben entschieden und dabei einen guten Geschmack bewiesen. Danach war ein bisschen Geduld gefragt, denn das Ganze musste gut trocknen. Doch Langeweile kam nicht auf, denn alle hatten nun die Möglichkeit, ein paar Leckereien zu naschen, die freundlicherweise durch die Tafel zur Verfügung gestellt wurden. Im weiteren Verlauf bewiesen die Kinder viel Kreativität sowie Ideenreichtum. Geschickt gingen sie mit Farbe und Pinsel um und hatten dabei viel Spaß. Die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen!

 

Tafel tafelt Vielfalt auf – Köstlichkeiten und Gespräche

PM 01.10.2018 | LVZ

Unter dem Motto „Wir (T)tafeln Vielfalt auf“ veranstaltete das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) im Rahmen der interkulturellen Wochen des Landkreises zusammen mit der Tafel Muldental einen bunten Familien- und Begegnungsnachmittag auf dem Gelände am Prophetenberg in Grimma. Da man bekanntlich über das Essen leichter ins Gespräch kommt, hatte sich eine Frauengruppe verschiedene landestypische Köstlichkeiten ausgedacht und sie mit Gewürzen und einzelnen Zutaten von der Tafel liebevoll und frisch zubereitet.

   

Mehr…

„Wir wollen damit auch das Thema Nachhaltigkeit von Rohstoffen ins Bewusstsein rufen“, unterstrich Christian Kamprad, BSW-Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender im Verein Tafel Muldental das Anliegen. Gleichzeitig gab es genug Raum für Gespräche während auch Angebote wie Luftballonmodellieren, Tischtennis, Kinderschminken, Barfußpfad, Glücksrad und Hüpfburg genutzt werden konnten.

Norma Hirsch hielt die organisatorischen Fäden in der Hand und ist voll des Lobes über ihre Frauengruppe aus den verschiedenen Nationen. Diese trifft sich seit zwei Jahren regelmäßig in der Kontakt- und Beratungsstelle „pro migrantum“ in der Karl-Marx-Straße 8 zum Austausch über aktuelle Themen. „Ich kann die Namen der Gerichte bestimmt nicht richtig aussprechen, aber sie schmecken hervorragend“, so Hirsch bei ihrer Danksagung, die die vielen ehrenamtlichen Helfer der Tafel und Mitarbeiter sowie die Auszubildenden am BSW-Standort einschloss.

Olga Lebedew, Spätaussiedlerin aus Russland, verteilte unterdessen den letzten Rest Borschtsch, ein traditioneller russischer Eintopf. Bei Gero Pappert aus Grimma fand sie einen dankenden Abnehmer. Er erfuhr aus der Zeitung von der Veranstaltung und zeigte sich begeistert über das unkomplizierte Miteinander. „Schön, dass es diese Form der Begegnung im Rahmen der interkulturellen Wochen gibt“, so der zweifache Familienvater.

Weniger…

23.09.2018 Eröffnung IKW /Familiennachmittag

Gemeinsam mit Frauen und Kindern aus dem Projekt Pro Migrantum haben wir die Eröffnung der Interkulturellen Wochen in Bad Lausick besucht. Trotz des strömenden Regens an diesem Tag, nutzen wir die Gelegenheit Angebote an der Buttonmaschine oder dargebotene Köstlichkeiten zu probieren. Besonders fasziniert waren die Kinder von dem „Smoothie-Maker-Fahrrad“.

       

Mehr…

Woche des interkulturellen Austauschs in Bad Lausick

PM vom 24.09.2018 | LVZ

Einander begegnen auf Augenhöhe und ohne Scheuklappen: Dazu laden die Interkulturellen Wochen des Landkreises Leipzig ein. In Bad Lausick wurden sie jetzt eröffnet.Trotz Dauerregens fanden am Sonntagnachmittag 250 Besucher den Weg auf die Alte Rollschuhbahn in Bad Lausick. Auf dem Areal, das der Kinder- und Jugendring zu einem Begegnungs- und Freizeitort ausbaut, wurden die Interkulturellen Wochen im Landkreis Leipzig eröffnet. Unter den Gästen waren die 2. Beigeordnete des Landkreises Ines Lüpfert, der stellvertretende Bürgermeister von Stadt Bad Lausick Manfred Hönig und Sebastian Krumbiegel, Frontsänger der „Prinzen“, der als Schirmherr fungiert. Krumbiegel rät zum Perspektiv-Wechsel „Das Thema Flucht und Vertreibung gibt es, so lange es die Menschheit gibt. Wir hier in Europa stehen auf der Sonnenseite. Wir kennen Krieg und Hunger nur aus den Geschichtsbüchern oder eben von Fernsehbildern von der anderen Seite der Welt“, sagte Krumbiegel. Ein Perspektiv-Wechsel sei da heilsam: Was wäre, wenn ich all den Wahnsinn erlebt hätte, wenn ich hätte mit ansehen müssen, wie mein Zuhause im Bombenhagel zerstört wird, meine Familie vor die Hunde geht und ich es gerade so geschafft hätte, auf einem dieser Flüchtlingsboote nach Europa zu kommen.

Neben Krumbiegel trat beim Fest Mustafa Bahaduri auf. Der Afghane begann im Alter von acht Jahren zu rappen. Seine Musik half ihm auf seiner Flucht durch den Iran, die Türkei, Griechenland und Deutschland. Mit Songs wie ‚Enough War‘ positioniert er sich gegen Krieg, Vertreibung und Rassismus. Zu erleben war außerdem eine Bad Lausicker Schülerband, die Coversongs auf die Bühne brachte. Für die größte Stimmung jedoch sorgten gleich zu Beginn die Samba-Trommler von „Como Vento“ aus Altenburg. „Como Vento“, zu dem 50 Kindern und Jugendlichen gehören, ist ein soziales und integratives Projekt der Johanniter-Unfall-Hilfe.Mehrere Vereine machen AngeboteMitmach- Angebote für die ganze Familie, wie ein Workshop in Artistik und Clownerie, die Rad-Werkstatt sowie Henna-Malen mit der Initiative für ein Weltoffenes Geithain rundeten den Nachmittag ab. Verköstigt wurden die Gäste mit pakistanischen Reibeplätzchen Pakora, syrischer Reispfanne, an einer interkulturellen Cocktail-Bar von Bon Courage aus Borna, einem Kuchenbasar sowie mit Waffeln und sächsischer Kartoffelsuppe der Kulturwerkstatt Geithain.

„Die Welt ist bunt und jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig, und das sollten wir als Bereicherung unseres Lebens betrachten. Es wäre doch langweilig, wenn wir alle gleich wären. Lasst uns neugierig bleiben, aufeinander zugehen und voneinander lernen“, meinte Krumbiegel. „Keiner hat gesagt, dass das reibungslos passiert, aber wenn jeder von uns ein bisschen mitmacht, dann kann es uns gelingen, cool und respektvoll zusammen zu leben.“

Weniger…

20.09.2018 Vorbereitung IKW /5 Gerichte aus der Welt

Im Rahmen der „Frauensache“ haben wir heute mit den Frauen über unterschiedliche landestypische Gerichte gesprochen. Wer nutzt welche Gewürze? Wie wird mit der Zubereitung von Fleisch verfahren? Welche Bestandteile kommen hauptsächlich vor? Diese Gesprächsrunde haben wir für einen offenen und fröhlichen Austausch genutzt, der trotz der unterschiedlichen Regionen auch manch Gemeinsamkeit in der Wahl der Speisen aufzeigte. Des Weiteren konnten wir für die bevorstehende Interkulturelle Woche und den geplanten Tafel-Tag Gruppen zusammenstellen, wobei jede Gruppe ein Gericht ihrer Wahl vorbereiten will. Ob Russisch, Arabisch oder Deutsch der Tafel-Tag soll unterschiedliche Köstlichkeiten servieren.

13.09.2018 Begegnungsdeutsch

In dieser Gruppe haben sich Frauen zusammengetan, welche aufgrund verschiedener Umstände nicht an einem regulären Deutschkurs teilnehmen können, dennoch nicht auf den Erwerb der deutschen Sprache verzichten wollen. In diesem niedrigschwelligen Angebot bieten wir die Möglichkeit den ersten Kontakt zur Sprache herzustellen. Mit Hör- und Sprechübungen gelingt es den Frauen sich die ersten wichtigen Vokabeln anzueignen.

15.08.2018 Sommerfest/UNO Mondo Dorf der Jugend

Das Familienfest, welches in Kooperation zwischen dem Projekt Pro Migrantum und UNO Mondo stattfand, lockte viele Familien an die Mulde. Gemeinsam wurde getanzt, gelacht und natürlich gegessen. Auf dem Grill wurden orientalische Spezialitäten zubereitet. Die Obstbar und Kuchenbar lud zusätzlich zum Speisen ein. Für die Kinder stand eine Hüpfburg bereit und für ganz besondere Abwechslung sorgte ein Zauberkünstler, welcher die Kinder und auch manch Erwachsenen in seinen magischen Bann sog.

 

18.07.2018 Sommer-„Picknick“ Im Dorf der Jugend

Im Dorf der Jugend fand das diesjährige Sommer –Picknick statt. Gemeinsam mit den Frauen und Kindern aus der Frauengruppe haben wir uns an diesem Tag an der Mulde getroffen. Auf Decken, belegt mit leckeren Köstlichkeiten aus aller Welt, lud die Frauen zum regen Austausch untereinander ein. Während die Frauen sich unterhielten, konnten die Kinder den herrlichen Sommertag für sich nutzen. Bei Spielen wie Fußball, Dosenweitwurf oder Slalomlaufen hatten sie jede Menge Gelegenheit sich auszutoben.