Aus vielen kleinen Porzellanscherben ist am Heimatturm ein ganz besonderes Kunstwerk entstanden: ein Mosaik, das die Heimat aus den Augen von Kindern und Jugendlichen zeigt. Das Projekt „Colditz leuchtet in Porzellanscherben“ wurde von der offenen Kinder- und Jugendarbeit der BSW Kinder- und Jugendhilfe gGmbH gemeinsam mit der Kunsttherapeutin Silva Dietze initiiert und konnte dank der Unterstützung der Colditzerinnen und Colditzer im Rahmen des Bürgerbudgets verwirklicht werden. Mit ihren Stimmen machten sie aus einer Projektidee ein gemeinsames Vorhaben für die Stadt.
Im Mittelpunkt standen die Ideen der jungen Menschen. Sie entschieden selbst, welche Orte für sie Heimat bedeuten – vom Schloss Colditz über den Sportplatz und die Eisdiele bis hin zur Freiberger Mulde als Treffpunkt. Gleichzeitig erzählen die verwendeten Porzellanscherben die Geschichte des ehemaligen Colditzer Porzellanwerks und verbinden die Vergangenheit der Stadt mit den Erinnerungen und Perspektiven der jungen Generation.
Das Projekt zeigt, was Jugendsozialarbeit leisten kann: Sie schafft Räume, in denen Kinder und Jugendliche ihre Stärken entdecken, Verantwortung übernehmen und ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten können. Wenn junge Menschen erleben, dass ihre Ideen gehört und umgesetzt werden, stärkt das nicht nur ihr Selbstvertrauen, sondern auch ihre Verbundenheit mit ihrer Heimat.
Das Mosaik ist noch nicht vollendet. Wer das Kunstwerk gemeinsam mitgestalten möchte, ist herzlich am 8. August von 10 bis 15 Uhr dazu eingeladen. Wir freuen uns auf viele kleine Scherben, aus denen ein großes Stück Heimat entsteht.